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Wir brauchen mehr politischen Willen

Um die durchschnittliche globale Erderwärmung noch auf unter 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzen zu können, muss vor allem auch die Politik stärker handeln und das Thema Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda setzen. Der WWF ist überzeugt, dass der Temperaturanstieg deutlich unter zwei Grad Celsius liegen muss, um gefährliche Folgen des Klimawandels abzuwenden. Es ist nachgewiesen, dass bereits ein Anstieg von zwei Grad eine Reihe von Auswirkungen auf die Erde, die Ökosysteme und auch auf den Menschen haben wird. Ein höherer Temperaturanstieg würde die Anpassungsfähigkeit unserer Gesellschaft vermutlich überfordern.

© Corbis
Wir müssen endlich beginnen, unsere Emissionen zu reduzieren, um die Atmosphäre nicht noch mit mehr Treibhausgasen aufzufüllen. © Corbis

Wir müssen endlich beginnen, unsere Emissionen zu reduzieren, um die Atmosphäre nicht noch mit mehr Treibhausgasen aufzufüllen.

 

Bei dieser Aufgabe sind wir alle gefragt. Jeder einzelne muss handeln, aber die Politik ist in der Verantwortung die Rahmenbedingungen zu setzen und so eine Dekarbonisierung und Transformation der Gesellschaft zu ermöglichen. Es ist wichtig, dass sowohl auf nationaler, als auch auf regionaler und internationaler Ebene diese Dekarbonisierung vorangetrieben wird.

 

Daher arbeitet der WWF auch zu Thema Klimapolitik auf der deutschen, der europäischen und der internationalen Ebene.

 

In Deutschland ist es wichtig, dass die eingeleitete Energiewende weiter ausgestaltet und fortgeführt wird. Bisher handelt es sich nur um einen ersten Schritt. Bis 2050 kann beispielsweise die deutsche Energieversorgung auf fast 100 Prozent erneuerbare Energien umgestellt werden.

 

Von der Seiten der EU gibt es nach wie vor zu vage und geringe Klimaschutzversprechen. Die EU muss endlich eine Vorreiterrolle einnehmen und ihr schwaches Reduktionsziel von 20% Treibhausgase bis 2020 im Vergleich zu 1990 auf 30% erhöhen.

 

Der Emissionshandel, der am 1. Januar 2005 von der Europäischen Union eingeführt wurde, ist das Herzstück der europäischen Klimaschutzpolitik. Es ist derzeit das wirkungsvollste Instrument, um auf marktwirtschaftlichem Wege Treibhausgase zu reduzieren und damit die globale Erderwärmung zu bekämpfen. Dennoch wies er vor allem in seiner Anfangsphase deutliche Schwächen auf.

 

Klimaschutz ist insbesondere auch eine grenzüberschreitende Herausforderung und die Lösungen müssen international gestaltet werden. Deshalb engagiert sich der WWF bei Vereinbarungen wie der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und der Ausgestaltung und Umsetzung sowohl einer zweiten Verpflichtungsperiode als auch eines Nachfolgeabkommens für die 2012 auslaufende erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls. 

 

Auch die G8, die „Gruppe der Acht“ größten Industrienationen der Welt und die G20, die „Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer“ haben eine wichtige Schlüsselrolle bei klimapolitischen Fragestellungen und sollten das Thema Klimaschutz aus Sicht des WWF ganz oben auf ihre Agenda stehen haben.

 

Sowohl auf nationaler, als auch auf regionaler und internationaler Ebene muss der Klimapolitik und Dekarbonisierung der Gesellschaft mehr Bedeutung zugemessen werden und deutlich mehr politischer Wille zum Handeln gezeigt werden.

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