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Gebäude: Heizen wird zur Nebensache

Der Raumwärmebedarf in privat genutzten Häusern und Wohnungen wird dank technischer Innovationen und verbindlicher Gesetze drastisch auf nahezu null reduziert. Fenster und Wände werden immer besser gedämmt.  Zudem wohnen und arbeiten wir 2050 in Gebäuden, die Heizung und Lüftung selbst steuern können – unsere Häuser werden intelligent.

© WWF
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Dadurch wird sich der Heizwärmebedarf privater Haushalte bis zum Jahr 2050 um fast 90 Prozent verringern. Der verbleibende Bedarf wird vor allem durch erneuerbare Energien, Fernwärme und ein Rest durch innovative Gastechnologien gedeckt. Entsprechend werden die direkten CO2-Emissionen sinken: Von 212 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf nur noch drei Millionen Tonnen 2050. Das entspricht einem Rückgang an Treibhausgasen von 98 Prozent. Dienstleistungs- und Industriegebäude werden ebenfalls ihren Raumwärmebedarf bis 2050 auf fast null senken.

Auch alte Häuser werden warm angezogen: Die Rate, mit der bestehende Gebäude pro Jahr saniert werden, verdoppelt sich. Bis 2050 erhält jedes Haus in Deutschland so eine neue wärmende Dämmung. Zum Heizen reicht dann ein Zehntel der Energie, die heute im Kessel steckt. Zudem wird der Energiebedarf für Warmwasser durch neue wassersparende Amaturen um rund ein Drittel gesenkt.

So packen wir das

  • Förderprogramme und steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungskosten gewährleisten eine steigende Zahl energetisch hochwertiger Sanierungen.
  • Es wird gesetzlich geregelt, dass ab 2020 kein Neubau mehr Treibhausgase verursachen darf.
  • Die Entwicklung neuer Dämmmaterialien wird gefördert.

Mobilität: Fahren unter Strom

Die Emissionen des Verkehrssektors in Deutschland werden sich bis zum Jahr 2050 um mehr als 80 Prozent verringern – obgleich die Mobilität nicht abnehmen wird. Das  heißt auch in einem klimafreundlichen und CO2-armen Deutschland wird das Auto das beliebteste Verkehrsmittel sein. Dies wird vor allem dadurch gelingen, indem wir den Energieverbrauch drastisch reduzieren. Im Jahr 2050 werden die Autos nur noch etwa ein Drittel der heutigen Energie benötigen. Erreicht wird die verbesserte Energieeffizienz durch strengere Grenzwerte für Pkw und Lkw sowie ein generelles Tempolimit.  

Außerdem werden die meisten Pkw entweder Elektro- und Hybridfahrzeuge sein , der Rest wird mit nachhaltig produzierten Biokraftstoffen betrieben werden. Der größte Teil der Biokraftstoffe wird im Straßengüterverkehr seinen Einsatz finden.  

 

Denn auch  in Zukunft liegen noch rund zwei Drittel aller Güterverkehrsstrecken auf der Straße. Immerhin - der Gütertransport auf der Schiene wird sich bis 2050 fast verdreifachen. Der Anteil der Bahn wird auf mehr als ein Viertel am gesamten Güterverkehr ansteigen.Der gesamte Güterverkehr wird gegenüber 2005 um mehr als 80 Prozent anwachsen. Aufgrund großer Effizienzfortschritte steigt der Energiebedarf im Güterverkehr trotz des hohen Wachstums nur leicht, während er sich im Personenverkehr um über 60 Prozent verringert.  

 

Flugzeuge werden 2050 durch nachhaltig erzeugte Biotreibstoffe angetrieben werden.

So packen wir das

  • Verbrauchsstandards für PKWs, Transporter und LKWs, welche die Effizienz um bis zu über 60 Prozent erhöhen.
  • Der größte Teil der Biomasse wird für Biokraftstoffe im Güterverkehr und Luftverkehr genutzt.
  • Gezielter Ausbau des Schienennetzes für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene sowie der Infrastruktur zum Laden von Elektrofahrzeugen.

Modell Deutschland

Um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen Industrienationen wie Deutschland ihren Ausstoß an Treibhaus- gasen  bis zum Jahr 2050 auf fast null senken.


Was heute noch unwahrscheinlich klingt, ist  machbar: Die vom WWF in Auftrag gegebene Studie „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken“ zeigt technisch mögliche und wirtschaftlich bezahlbare Wege in eine kohlenstoffarme Zukunft und benennt die notwendigen politischen Maßnahmen.

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