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Stand: 21.07.2016

Unternehmerischer Umgang mit dem Klimawandel

Mit ihrer Geschäftstätigkeit erzeugen Unternehmen Treibhausgasemissionen und tragen somit zum Klimawandel bei. Vor allem die Energiebranche, der Verkehrssektor, die industrielle Zement-, Metall- und Papierproduktion sowie die chemische Industrie verursachen große Mengen an Emissionen. Einerseits verantworten Unternehmen direkte Treibhausgasemissionen, z.B. aus Industrieprozessen oder durch die firmeneigenen Fahrzeuge.

Unternehmen müssen zum Klimaschutz beitragen © WWF
Unternehmen müssen zum Klimaschutz beitragen © WWF

Auf der anderen Seite verantworten sie aber auch indirekt Treibhausgasemissionen, aus der Erzeugung der von ihnen bezogenen Energie sowie aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten. Dazu gehören zum Beispiel die Emissionen energieintensiv hergestellter Rohstoffe, die das Unternehmen einkauft, oder auch die Emissionen, die durch das Pendeln oder die Geschäftsreisen der Mitarbeiter entstehen. Auch wenn diese indirekten Treibhausgasemissionen nicht direkt im Unternehmen entstehen, ist ein Unternehmen dennoch für deren Entstehung mit verantwortlich und sollte seinen Einfluss auf deren Reduktion ausüben.

Die Klimaauswirkungen der unternehmerischen Geschäftstätigkeit geraten mit Blick auf das für den Klimaschutz notwendige „2-Grad-Limit“ zunehmend in den Fokus der Politik. Zur Erreichung der Klimaziele ist ein Beitrag aller Branchen nötig. Auch der Finanzsektor prüft zunehmend im Rahmen der Kreditvergabe, wie Unternehmen mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen, um eventuellen Renditerisiken vorzubeugen.

Unternehmen und Klimawandel © iStock / Getty Images
Unternehmerischer Umgang mit dem Klimawandel © iStock / Getty Images

Durch eine zunehmende Sensibilisierung der Kunden in Bezug auf Umweltbelange läuft ein Unternehmen zudem Gefahr, seine „Licence-to-operate“, das heißt seine Legitimation von Seiten der Gesellschaft, zu verlieren, wenn es in Zukunft nicht auf die Klima- und Umweltfreundlichkeit seiner Produkte und Produktionsprozesse achtet. Der Klimawandel und die gesellschaftliche Reaktion darauf bringen demnach Geschäftsrisiken für Unternehmen mit sich, können aber auch Marktchancen bedeuten, wenn Unternehmen sich rechtzeitig anpassen und ihre Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen transparent machen.

 

Der WWF fordert von Unternehmen Engagement und von der Politik eine konsequente Regulierung, die Planungssicherheit schafft für die Unternehmen, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Der WWF begleitet Unternehmen in bilateraler Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Umsetzung von Klimastrategien und konkreten Reduktionsmaßnahmen. Ebenso hilft der WWF gerade mittelständischen Unternehmen mit dem Projekt Klimareporting.de beim Aufbau der zentralen Elemente für eine Klimastrategie und der Übersetzung dieser in eine unternehmerische Berichterstattung zum Umgang mit dem Klimawandel und befördert den Erfahrungsaustausch von Unternehmen zu diesem Thema.

 

Auch mit Finanzmarktakteuren arbeitet der WWF seit vielen Jahren mit dem Ziel zusammen, Informationen zum unternehmerischen Umgang mit dem Klimawandel besser in Investitions- und Finanzierungsentscheidungen zu berücksichtigen und Finanzströme in Richtung nachhaltigerer und klimagerechterer Anlagen zu leiten.

WWF Kernforderungen:

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