Zur wwf.de-Startseite
WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Der Klimawandel trifft auch Unternehmen

Bislang sind Unternehmen in vielen Bereichen vor allem ein Teil des Problems. Der Klimawandel kann aber nur dann erfolgreich bekämpft werden, wenn sie umfassend Teil der Lösung werden. Wie alle anderen gesellschaftlichen Gruppen müssen auch Unternehmen ihren Teil dazu beitragen, die globale Erwärmung auf weit unter 2°C zu begrenzen.

© Istockphoto.com / WWF Canada
© Istockphoto.com / WWF Canada

Das zentrale Interesse von Unternehmen ist, erfolgreich zu wirtschaften. Dazu müssen die Kosten in einem passenden Verhältnis zu den Einnahmen stehen. Die Bereitschaft, den Klimaschutz ernst zu nehmen und entsprechend die eigenen Investitionspläne so auszurichten, wie es eine angemessene Strategie verlangt, ist bislang in der Fläche zu gering. Studien zum Verhältnis der langfristigen Kosten dieser Untätigkeit zum Aufwand des Handelns  – d.h. der Abschätzung zukünftiger Kosten eines heute unzureichenden Handels (in Form von Schäden, veränderten Bedingungen etc.) gegenüber vorbeugenden Investitionen –  deuten darauf hin, dass es gesamtwirtschaftlich deutlich kostengünstiger sein wird, bereits jetzt sinnvoll, umfassend und langfristig ausgerichtet gegen den Klimawandel vorzugehen.


Leider lassen sich bislang kaum langfristig angemessene Unternehmensstrategien erkennen, die sich an dieser Herausforderung orientieren. Die Emissionsreduktionsziele vieler Unternehmen, und darunter der größten Emittenten oder emissionsintensiven Unternehmen lassen sich zum einen nicht vergleichen: Es werden die unterschiedlichsten Zielformulierungen gewählt. Zum anderen lässt sich nahezu nirgendwo eine eindeutige Ableitung erkennen, die diese Ziele in ein Verhältnis zur 2°C-Herausforderung setzt.

 

Der WWF steht mit Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftszweigen im Dialog, um gemeinsam Möglichkeiten und Aufgaben zu bestimmen, wie Unternehmen ihren Teil zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen können und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich bleiben.

Bedeutung der Unternehmen für den Klimawandel

Die Wirtschaft ist letztlich für den Hauptteil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Vor allem die Energiebranche, der Verkehrssektor, die industrielle Zement-, Metall- und Papierproduktion sowie die chemische Industrie verursachen große Mengen an Kohlendioxid-Emissionen. Aber auch die Landwirtschaft und der Dienstleistungssektor tragen Verantwortung für den Ausstoß von Treibhausgasenoder Automobilbauer bieten Produkte an, die in der emissionsarmen Zukunft so nicht akzeptabel sind. Zugleich sind sie diejenigen, ohne deren Produkte und innovative Produktionswege eine emissionsarme Zukunft nicht möglich sein wird.

Dienstleister, wie Finanz- und Kapitalmärkte (Banken, Versicherungen, Analysten, etc.), mit ihren nur marginalen Mengen direkter, durch den Betrieb verursachten Emissionen, sind teilweise durch die Steuerungswirkung ihrer Aktivitäten sehr bedeutsam, wenn es um die Verursacher von CO2-Emissionen geht. Insbesondere die Akteure des Finanzsektors spielen eine wichtige Rolle, da sie mit ihren Krediten festlegen, welche Unternehmens-Projekte sie zu welchen Bedingungen finanzieren. Von ihnen hängt es ab, inwiefern CO2 als Kostenfaktor in eine wirtschaftliche Bewertung eingeht.

Der WWF im Dialog. Mach mit und stelle deine Fragen.
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • Empfehlung per E-Mail
  • drucken
   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF