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Die große Transformation steht noch aus

Weltweit trägt der Verkehrssektor laut IPCC Bericht von 2007 etwa 14 Prozent zu den gesamten Treibhausgasemissionen bei - mit steigender Tendenz. Hauptursachen des Wachstums sind der ansteigende Güterverkehr auf der Straße, der wachsende internationale Luftverkehr, sowie die Motorisierung in Schwellenländern wie China und Indien.  

© Edwar Parker / WWF-Canon
© Edwar Parker / WWF-Canon

Verkehr ist Klimasünder Nummer 2- mit Tendenz zur 1.

Mit 18% Anteil an den deutschen CO2-Emissionen ist der Verkehrssektor an zweiter Stelle hinter der Energieerzeugung und hat damit bereits die Industrie und die privaten Haushalte überholt. Der Verkehr zeigt im Gegensatz zu den anderen Sektoren keine Abschwächung der Wachstumsraten.
Europaweit ist der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors seit 1990 um 36 Prozent gestiegen:

  • Weil die individuelle Motorisierung im Personenverkehr in den (nicht mehr so) neuen EU-Mitgliedsländern stark zugenommen hat.
  • Weil der liberalisierte Güterverkehrsmarkt durch die Erweiterung größer geworden ist.
  • Weil internationaler See- und Luftverkehr sehr stark zugenommen haben.

In den kommenden Jahren wird der Anteil des Verkehrssektor an den CO2-Emissionen noch weiter steigern, da es im Gegensatz zum Energiesektor bislang kaum marktfähige Antriebs- und Kraftstoffalternativen gibt. Es wird daher in der Zukunft umso wichtiger, dass Lösungen für den Verkehrssektor in den Mittelpunkt der Klimaanstrengungen treten.

 

Der WWF fordert einen klaren Fahrplan für Klimaschutz im Verkehr: das heißt klare Ziele und eine Strategie zur Erreichung dieser Ziele.

Die wichtigsten Säulen einer solchen Strategie sind:  

  1. Effizientere Pkw, aber auch Busse und Bahnen.
  2. Transparenz über die gesamten Emissionen eines Autos während der Nutzung 
  3. Alternative Antriebe und CO2-arme Kraftstoffe  

Effizienz: Autos, Bahnen und Lkw müssen in den kommenden Jahren Energie deutlich effizienter nutzen. Die EU hat letztes Jahr beschlossen dass Autos ab 2015 nur noch 130 g CO2/km ausstoßen dürfen. Dazu muss ein Langfristziel kommen, dass ambitionierter ist, als die derzeit geplanten 95 g CO2/km. Solche langfristigen Effizienzziele müssen auch für Transporter und Lkw durchgesetzt werden.  

 

Transparenz: Ein Auto mit 4 Litern Verbrauch auf 100 km, das doppelt soviel fährt, wie ein Auto mit 7 Litern Verbrauch hat insgesamt gesehen einen größeren CO2-Fußabdruck. Der Verbrauch über die Lebensdauer und über alle Fahrzeugflotten hinweg muss deutlich gesenkt werden. Um das zu erreichen brauchen die Verbraucher Transparenz über den gesamten Verbrauch ihrer Fahrzeuge.  

 

Alternative Antriebe: Nur wenn konventionelle Fahrzeuge deutlich sparsamer werden und die Gesamtemissionen herkömmlicher Autos sinken werden alternative Antriebe ihre großen Klimaschutzpotentiale nutzen können. Elektromobilität ist für den WWF auf lange Sicht der viel versprechendste Pfad für Klimaschutz im motorisierten Personenverkehr. Für den Güterverkehr setzt der WWF langfristig auf nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe.

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