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"Der Dorsch im Maisfeld - Landwirtschaft und Naturschutz für eine saubere Ostsee"

Am 28. Februar fand das WWF-Forum „der Dorsch im Maisfeld“ in Schwerin statt. Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über Möglichkeiten und Grenzen des Natur- und Umweltschutzes in der Landwirtschaft zur Verringerung der Belastung der Ostsee.

In den Beiträgen und Diskussionen wurde deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Ökosysteme der Ostsee auch in Zukunft zu erhalten. Oberstes Ziel müsste es sein, die Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft zu reduzieren, die hauptsächlich für die diffusen Nährstoffeinträge verantwortlich sind (bei Stickstoff und Phosphor mit über 60%). Gleichzeitig wurde deutlich, dass die landwirtschaftlichen Betriebe unter einem hohen ökonomischen Druck stehen möglichst kostengünstig zu produzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Spannungsfeld wurden unterschiedliche Lösungsansätze aufgezeigt.

Aus Sicht des WWF Deutschland ist weiterhin ein konstruktiver Dialog mit den verschiedenen Akteuren wichtig und zielführend. Alle sind gefordert daran mitzuarbeiten, dass z.B. die gesetzlichen Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie erfüllt werden können. Hierbei sind die Anforderungen an das „Greening“ der GAP und eine Agrarwende dringend notwendig. Der WWF wird sich trotz der festgefahrenen Verhandlungen zur GAP weiter dafür einsetzten.

 

Praktische Beispiele aus der landwirtschaftlichen Beratung haben gezeigt, dass sich bereits viele landwirtschaftliche Betriebe mit unterschiedlichen Maßnahmen aktiv für den Ostseeschutz einsetzten. Mit der Auslobung des Titels „WWF-Ostsee-LandwirtIn des Jahres“ möchte der WWF die wichtige Rolle der Landwirte und ihre wertvollen Anstrengungen zum Schutz der Ostsee hervorheben, sodass andere von den beispielhaften Maßnahmen lernen können.

 

Der WWF war begeistert von den vielen interessanten Vorträgen und die rege Diskussion aller Referenten und Teilnehmer. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und der WWF wird die Diskussion über Umweltschutz und Landwirtschaft im Ostseeeinzugsgebiet mit den verschiedenen Interessensgruppen weiter fortführen.

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