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Stand: 09.03.2017

Essen in Hessen

Auf dem kulinarischen Weg zur Nachhaltigkeit

Unsere Ernährungsstile ebenso wie die große Menge anfallender Lebensmittelabfälle haben erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Um Ressourcen zu schonen und globale Herausforderungen wie Klimawandel, Artenvielfaltsverlust etc. abzumildern, spielen die Veränderungen unserer Ernährungsgewohnheiten und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen eine wesentliche Rolle.

Außer-Haus-Essen wird immer populärer © iStock / Getty Images
Außer-Haus-Essen © iStock / Getty Images

Die Außer-Haus-Verpflegung nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Zum einen gewinnt sie zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Mahlzeiten unterwegs eingenommen werden. Zum anderen trägt sie erheblich zu den anfallenden Lebensmittelverlusten bei. Gleichzeitig weist der Bereich Lebensmittelabfälle ein hohes Vermeidungspotential mit großen finanziellen Einsparungsmöglichkeiten für die Verpflegungsunternehmen auf. Ergebnisse zeigen, dass selbst geringfügige Veränderungen in den Menülinien und einfach umsetzbare Maßnahmen im gastronomischen Management signifikant zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen beitragen. Diese Thematik wird im Projekt „Essen in Hessen“ aufgegriffen. Hierbei gilt es, Akteure und Konsumenten mitzunehmen und für einen nachhaltigen Ernährungsstil zu begeistern. Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss und Wirtschaftlichkeit sollten bestmöglich aufeinander einzahlen.

Zusammenarbeit mit Modellbetrieben

In ausgewählten Modellbetrieben der Außer-Haus-Verpflegung werden Pilotprojekte zum Thema ressourcenschonende Ernährung und Verminderung von Lebensmittelabfällen umgesetzt, um ein nachhaltigeres Speiseangebot zu erreichen und gleichzeitig Lebensmittelverluste zu minimieren. Als Zielgruppen wurden Betriebskantinen, berufsbildende Einrichtungen und Justizvollzugsanstalten festgelegt.


Anwendung finden das Abfall-Analyse-Tool von United against Waste e.V, sowie susDISH, eine Bilanzierungsmethode der Universität Halle-Wittenberg. Während das Abfall-Analyse-Tool einen Überblick über das Aufkommen und die Ursachen von Lebensmittelabfällen gibt, dient susDISH der Optimierung  bestehender Rezepturen nach gesundheitlichen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten.

Dialog „Auf dem kulinarischen Weg zur Nachhaltigkeit – Essen in Hessen“

Pizza © iStock / Getty Images
Pizza © iStock / Getty Images

Begleitend zu den Pilotprojekten  ist vorgesehen, eine Dialogplattform „Auf dem kulinarischen Weg zur Nachhaltigkeit – Essen in Hessen“ zu etablieren. Diese soll als dauerhafte Plattform für die Kommunikation und Zusammenarbeit von Verpflegungsbetrieben, Politik und Forschung im Sinne einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Außer-Haus-Verpflegung in Hessen dienen.

Ziel ist es, im gemeinsamen Dialog mit relevanten Akteuren Handlungsleitfäden und Beispiele guter fachlicher Praxis für die Außer-Haus-Verpflegung zu entwickeln. Zudem sollen Empfehlungen für die Landes- und Bundespolitik sowie Vorschläge zur Aufnahme in die Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Unternehmen erarbeitet werden.

Das Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie durch das Hessisches  Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell und inhaltlich unterstützt und gefördert. Die Projektkoordinierung liegt beim WWF. Projektpartner sind United against Waste e.V. und das Institut für nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft e.V. (INL).


Das Projekt hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Ergebnisse werden in die Weiterentwicklung der Ressourcenschutzstrategie des Landes Hessen mit einfließen.

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