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Stand: 08.04.2015

Schwein

Der Durchschnitts-Deutsche isst pro Jahr rund 60 Kilogramm Fleisch (Quelle: Fleischatlas 2014) - doppelt so viel wie etwa die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit 60 Prozent des verzehrten Fleisches ist Schweinefleisch der absolute Liebling der Deutschen.

Schwein im Stall © iStock / Getty Images
Schwein im Stall © iStock / Getty Images

Schweinehaltung in Zahlen

Weltweit werden ca. 970 Millionen Schweine gehalten. Davon leben 28 Millionen Schweine in Deutschland. Geschlachtet werden pro Jahr sogar ca. 58 Millionen, denn pro Mastplatz können jährlich zwei Schweine erzeugt werden. 

Futterbedarf und die Folgen auf Natur um Umwelt

Die Hauptkomponente des Eiweißfutters von Mastschweinen ist Sojaschrot (ca. 40 Kilogramm pro Mastschwein), der aus Südamerika importiert wird. Der Sojaanbau erlebt dort einen regelrechten Boom. Die Pflanze ist einfach zu kultivieren und bringt gute Erträge. Soja wird zum Großteil in agrarindustriellen Monokulturen angebaut - mit massiven negativen Umweltfolgen: Wertvolle Wälder und Savannen werden zerstört und Gewässer durch erheblichen Pestizideinsatz verschmutzt. Der übermäßige Genuss von Schweinefleisch ist also ein großes Problem für unsere Erde. 

Alternative Futtermittel und ökologische Tierhaltung

Konventionelle Schweinehaltung © Landesanstalt Landwirtschaft Hessen
Konventionelle Schweinehaltung © Landesanstalt Landwirtschaft Hessen

Statt mit Sojaschrot, der extra importiert werden muss, kann man Schweine auch mit Rapsschrot und heimischen Hülsenfrüchten wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen füttern.

Nachhaltiger ist allerdings der gemäßigte Konsum (etwa 300 Gramm Fleisch pro Woche) von biologisch erzeugtem Schweinefleisch. Die Tiere erhalten Futter aus möglichst eigenem Anbau, haben Auslauf und im Stall etwa doppelt so viel Platz wie ihre konventionellen Kollegen. Außerdem wird den Ferkeln kurz nach der Geburt weder der Ringelschwanz abgeschnitten, noch die Zähne geschliffen. Bei 90 Prozent der normalen Mastschweine ist das jedoch der Fall. Dadurch sollen Beißereien im engen, langweiligen Stall verhindert werden.

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