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Stand: 16.09.2013

Biologische und konventionelle Haltung von Legehennen im Vergleich

Biologische Legehennenhaltung Warum? Konventionelle Haltung
Grünauslauf: vorgeschrieben sind mindestens 4 m² pro Tier mit Pflanzen und Gehölzen. Ermöglicht ganzjährigen Auslauf, der Auslauf fördert das Immunsystem. Meist kein Auslauf, komplette Stallhaltung üblich. Bei Freilandhaltung auch mindestens 4 m², aber ohne vorgeschriebene Bepflanzung des Auslaufs.
Synthetische Dotterfarbstoffe verboten. Gewünschte hellere Dotterfarbe durch Karotin im Grünfutter und Mais. Synthetische Dotterfarbstoffe zugelassen.
Stallfläche: Mindestens ein Drittel der Fläche als eingestreuter Scharraum, Stall muss erhöhte Sitzstangen aufweisen. 555 cm² Einstreubereich pro Tier. 18 cm Sitzstange je Tier. Ermöglicht Krallenpflege durch Scharren, Erhaltung der Rangordnung durch Sitzstangen sowie stressarme Eiablage. Kleingruppenkäfige bieten 90 cm² für das Familiennest oder 90 cm² für den Einstreubereich und 15 cm Sitzstange je Tier.
Maximal 6 Tiere pro Quadratmeter Stallfläche. Bei Bioland noch ein überdachter Wintergarten mit maximal 12 Tieren pro Quadratmeter, insgesamt 2550 cm² je Tier. Ausreichender Platz ermöglicht natürliches Sozialverhalten. Ruhe - und Ausweichmöglichkeiten minimieren Stress. Schwächere Tiere können ausweichen. Stallfläche bei Kleingruppenkäfigen: maximal 12,5 Tiere pro Quadratmeter bzw. mindestens 800 cm² pro Tier.
Bestandsobergrenze: Maximal 3000 Tiere pro Stall. Überbelegung sorgt für Stress und Unwohlsein, macht das Kupieren notwendig. Keine Obergrenze: bis zu 20.000 Tiere pro Stall üblich.
Kupieren: Laut Tierschutzgesetz darf Tieren ohne vernünftigen Grund kein Schmerz, kein Leid zugefügt und keine Eingriffe an ihnen vorgenommen werden. Einhaltung des Tierschutzgesetzes, der EG-Öko Verordnung und der jeweiligen Verbandsrichtlinien, die das Kupieren auch verbieten. Bei tiergemäßer Nutztierhaltung ist das Kupieren außerdem nicht notwendig. Tierschutzgesetz gilt auch hier. Derzeit aber über Ausnahmegenehmigung in 99 Prozent aller Fälle missachtet.
Tierbesatz: Maximal 230 Legehennen pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, bei Bioland nur 140. Der Tierbesatz wird dem Futteraufkommen angepasst, die Gefahr des Überdüngens minimiert. Maximal 550 Legehennen pro Hektar.
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