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Tonnen für die Tonne

Derzeit ist es so, als würden wir Mecklenburg-Vorpommern in einen einzigen, riesigen Acker umwandeln und die eingefahrene Ernte einfach wegwerfen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Tonnen für die Tonne“.


In Form von Szenarien wird in dieser Studie untersucht, inwieweit sich unser Flächen-Fußabdruck verringern würde, wenn wir uns gesünder ernähren bzw. sorgsamer mit unseren Lebensmitteln umgehen. Sowohl die Szenarien zur gesünderen Ernährung als auch die Szenarien zum verbesserten Umgang mit Lebensmitteln zeigen überaus deutlich, dass enorme Flächen „gespart“ werden könnten.

© iStock
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Nahrungsmittelverluste

Durchschnittlich wandern etwa 25 Prozent aller Lebensmittel, die wir einkaufen, in den Müll. Vor allem frisches Obst und Gemüse, gefolgt von Getreideprodukten und tierischen Lebensmitteln. Die Gründe sind vielfältig und reichen von mangelnder Einkaufsplanung, nicht optimaler Lagerung der Lebensmittel über das Fehlverständnis von Datumsangaben, z.B. in Bezug auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, bis hin zu den häufig zu groß bemessenen Portionen in der Gastronomie. Deutsche schmeißen Nahrung im Wert von rund 25 Mrd. € in den Müll, insgesamt pro Jahr in den deutschen Haushalten rund 6,6 Mio. Tonnen. Das entspricht etwas mehr als 80 kg pro Kopf der Bevölkerung.

 

Fleischkonsum

Derzeit benötigt Deutschland zusätzlich zu seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche von etwa 16,9 Mio. ha außerhalb seines Territoriums noch einmal mehr als 6,8 Mio. ha, um seine Inlandsnachfrage nach landwirtschaftlichen Rohstoffen vollends zu bedienen. Ganz wesentlich verantwortlich ist ein im internationalen Vergleich sehr hoher Fleischkonsum in Deutschland. Derzeit wird eine Fläche von der Größe Österreichs benötigt, um den Hunger auf Fleisch der Deutschen zu befriedigen: 8,42 Millionen Hektar.

Wenn wir uns gesund ernähren und sorgsamer mit unseren Lebensmitteln umgehen würden…

Würden die Deutschen erheblich zum Schutz unserer Ressourcen beitragen. Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie. Bei Vermeidung der unnötigen Verluste bei Nahrungsmitteln könnte eine Fläche von über 2,4 Mio. Hektar „gewonnen“ werden. Weitere 1,8 Millionen Hektar würden frei, wenn jeder Bundesbürger, wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche essen würde. Das entspräche einer Fläche von der Größe Sachsens.

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Flächenverbrauch von Essen © WWF
Deutscher pro Kopf Flächenverbrauch © WWF
   
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