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Stand: 11.09.2013

Konsequenzen für Umwelt und Gesundheit

Auch wenn Europa kaum noch GVO anbaut, steigt sein Bedarf an den Erzeugnissen daraus. Massenhaft importiert die EU beispielsweise brasilianisches GV-Soja als Futtermittel oder Nahrungsmittelzusatz. Das hat Folgen im Anbauland. Die Gier nach Soja verschlingt in Südamerika vor allem die Urwälder. Aus Regionen, die zu den artenreichsten in der Welt zählen, werden wüstenartige Monokulturen, um Tierfutter zu erzeugen, das den weltweit wachsenden Bedarf an billig produziertem Fleisch decken soll.

Bewässerung von Soja in Brasilien. © Peter Caton / WWF
Bewässerung von Soja in Brasilien. © Peter Caton / WWF

Allein die EU importiert Soja, für das 14,7 Mio. ha Land weltweit, aber hauptsächlich in Südamerika, landwirtschaftlich genutzt werden. Außer den Sojapflanzen lebt auf diesen gigantischen Flächen fast nichts mehr. Zudem sieht diese Form der industriellen Landwirtschaft keine Fruchtfolge vor. Dadurch breiten sich Krankheitserreger und Unkräuter stärker aus als bei konventioneller Landwirtschaft. Die ohnehin ausgelaugten Böden brauchen noch mehr Mineraldünger und Agrargifte.

Riskante Ausbreitung

Und wie alle Gewächse treten auch GV-Pflanzen mit ihrer Umgebung in Kontakt. Der Wind trägt ihren Pollen vom Acker und bestäubt verwandte Wildarten. Fachleute nennen das Auskreuzung. Wildarten, die mit transgenem Pollen bestäubt werden, erben nun Merkmale der GV-Pflanzen vom Nachbarfeld, etwa deren Resistenz gegen ein bestimmtes Pflanzenschutzmittel. Und was eigentlich mit dem Herbizid bekämpft werden sollte, ist nun wie die Kulturpflanze selbst unempfindlich gegen das Gift und kann zur Plage werden. Außerdem vermuten Wissenschaftler, dass durch schädlingsresistente Pflanzen nicht nur Fraßinsekten vernichtet werden, sondern auch nützliche Insekten wie Bienen oder Schmetterlinge gefährdet sind.

Gesundheitsrisiken durch den Verzehr von GVO

Bislang gibt es nur wenige Vergleichsstudien zwischen genmanipulierten und natürlichen Nutzpflanzen. Für die Sicherheit dieser Lebensmittel kann also niemand garantieren.

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