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Agrarpolitik muss Umweltschutz abliefern

Der WWF Deutschland konkretisiert zusammen mit 31 anderen deutschen Verbänden seine Forderungen für eine nachhaltige Landwirtschaft nach 2013

Die europäischen Agrarpolitik (GAP) kostet die EU-Bürger jährlich rund 50 Mrd. Alle sieben Jahre wird neu verhandelt, wie die Landwirte unterstützt werden sollen. Die Debatte über eine Neuausrichtung der GAP geht im EU-Parlament und in den Mitgliedstaaten nun in die finale Runde. Mit einiger Verspätung wird für Mitte 2013 eine Einigung zwischen dem EU-Parlament und den 27 Staaten erwartet.

Die Zeichen stehen auf Sturm, denn anstatt die Reform der Agrarreform für eine ökologische Wende zu nutzen, wird schon wieder Klientelpolitik betrieben. © Daryl Grima / WWF
Die Zeichen stehen auf Sturm, denn anstatt die Reform der Agrarreform für eine ökologische Wende zu nutzen, wird schon wieder Klientelpolitik betrieben. © Daryl Grima / WWF

Die Zeichen stehen auf Sturm, denn anstatt die Reform der Agrarreform für eine ökologische Wende zu nutzen, wird schon wieder Klientelpolitik betrieben. Daher haben nun 32 Nichtregierungsorganisation im Namen ihrer knapp 5 Mio. Mitglieder und Förderer einen Forderungskatalog für mehr Umweltschutz in Europas Agrarlandschaften vorgelegt. Der WWF Deutschland ist seit Anfang an in dieser Allianz engagiert. „Wir wollen Landwirte finanziell für mehr Umweltschutz entlohnen, nur dafür muss die Agrarpolitik klare Umweltziele und Wege aufzeigen. Öffentliches Geld darf nur für die Erbringung öffentlicher Güter bezahlt werden“, so Matthias Meißner Agrarexperte beim WWF. Mit den Forderungen will die Allianz die progressiven Kräfte in der EU-Kommission und dem EU-Parlament unterstützen.

 

Hauptforderungen in Kürze:

  • Fruchtfolge einhalten, Grünland erhalten, 10 % Fläche mit zusätzlichem Umweltnutzen

  • Die Direktzahlungen sollen nur noch an solche Betriebe ausgezahlt werden, die folgende ökologische Standards einhalten:

    • eine echte Fruchtfolge mit Leguminosen (Eiweißpflanzen): Eine Frucht macht maximal 50 % der Ackerfläche des Betriebes aus und Leguminosen mindestens 20 %;
    • heutiges Dauergrünland im Betrieb (Wiesen und Weiden) wird erhalten, nicht erst ab 2014;
    • ökologische Vorrangflächen auf mindestens 10 % der gesamten Betriebsfläche (auch Grünland und Dauerkulturen), die so genutzt werden, dass sie einen deutlichen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität leisten;
    • kein Anbau gentechnisch veränderter Organismen im Betrieb.

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