Content Section

Stand: 10.09.2013

Ostseekonferenz in Helsinki

Der Ostseelandwirt 2013 Juhan Sögavan © privat
Der Ostseelandwirt 2013 Juhan Sögavan © privat

Auf der Ostseekonferenz vom 26.-28.8.2013 in Helsinki wurde im Rahmen einer festlichen Veranstaltung der Hauptgewinner des WWF-Ostseepreises aus allen neun nationalen Gewinnern der Ostseeanrainerstaaten ermittelt und gemeinsam gefeiert.

Der Ostseelandwirt 2013 heißt Juhan Sögavan und kommt aus Estland, wo er mit dreißig MitarbeiterInnen einen 1000 ha großen Milchviehbetrieb mit eigener Käserei nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Alle nationalen Preisträger können stolz sein, meint Herr Sögavan, „für mich war es sehr wichtig und sehr motivierend zu sehen, dass ich mit meinen Bemühungen um eine ostseefreundliche Landwirtschaft nicht alleine bin, sondern dass es noch viele Mitstreiter und Mitstreiterinnen in allen Ostseeländern gibt, die alle versuchen ihren wichtigen Beitrag für eine saubere Ostsee zu leisten.“

Auch der Gewinner aus Deutschland – Ulrich Bosch, der Betriebsleiter der Güter Brook und Christinenfeld war auf der Ostseekonferenz in Helsinki und diskutierte gemeinsam mit 300 Teilnehmern auf der Ostseekonferenz über geeignete Maßnahmen und Möglichkeiten zum Ostseeschutz. Er freut sich über seinen Gewinn und die Möglichkeit, in Helsinki dabei zu sein und auch er sieht, dass natürlich jeder Beitrag der einzelnen Betriebe sehr wichtig ist.

Die Saidafarm von Juhan Särgava © privat
Die Saidafarm von Juhan Särgava © privat

Ebenso wichtig ist für ihn aber auch, dass die richtigen politischen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft geschaffen werden. So meint er in Helsinki und mit Hinblick auf die HELCOM Konferenz „die ersten Vorschläge von EU Kommissar Ciolos zur GAP Reform waren sehr vielversprechend, leider ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Ich finde es richtig, wenn Landwirte finanziell unterstützt werden, aber dann müssen sie auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Im Moment kann man – vor allem im Ackerbau – mit einer sehr kurzfristig ausgerichteten Landwirtschaft, ohne Rücksicht auf die Umwelt und vor allem auf den Boden, viel Geld verdienen. Das kann und sollte nicht das Interesse von uns allen sein, und vor allem nicht von uns Landwirten.“

Alle Gewinner werden mit ihren Betrieben rund um die Ostsee in der Broschüre WWF Ostseelandwirt 2013 kurz vorgestellt:

 

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken