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Beifangopfer bei konkreten Tiergruppen vermeiden

Verhindern, dass den Fischern die Falschen ins Netz gehen

Sie sind oft so einfach, und doch genial: technische Tricks gegen den Beifangtod. Durch innovative Fanggeräte kann das Leben unschuldig beigefangener Lebewesen gerettet werden.

Der war nicht gemeint! © Brian J. Skerry / National Geogr. Stock / WWF
Der war nicht gemeint! © Brian J. Skerry / National Geogr. Stock / WWF

Der WWF sucht ständig nach Erfindungen, die den Beifang vermeiden. Im Rahmen des weltweiten Wettbewerbs Smart Gear (‚schlaues Fanggerät’) sind seit 2004 bereits mehrere solcher technischen Innovationen bis zur Marktreife entwickelt worden. Der WWF und seine Partner aus der Fischereiindustrie sorgen dafür, dass diese Erfindungen in der praktischen Fischerei eingesetzt werden. So zeigen die folgenden Beispiele, wie hilflose Arten gerettet werden können.

 

Schildkröten

Rundhaken („Circle hooks“) werden viel seltener versehentlich verschluckt als konventionelle „J-Hooks“. Die Schildkröten bekommen höchstens eine leichte Wangenverletzung, wenn sie zuschnappen. Und für die Fischer ist es sehr viel einfacher, die Tiere vom Haken zu befreien.
Wale und Delfine:

Es gibt Netze mit akustischen Signalgebern, den so genannten „Pingern“. Ihr Piepton hält die Meeressäuger fern. Eine ebenso gute Lösung ist der Einsatz passiver Reflektoren. Diese „Abschrecker“ (Deterrents) werden im Netz an mehreren Stellen eingehängt. Sie reflektieren und verstärken die Ortungslaute, zum Beispiel das Klicken der Schweinswale. Die Tiere bekommen den Eindruck, sich einem sehr großen Objekt zu nähern und machen einen Umweg um das Hindernis.

 

Rochen und Haie

Durch einen Magneten am Haken einer Langleine oder am Netz können die für magnetische Felder sensiblen Tiere abgehalten werden. Haie besitzen besondere Sinnesorgane, die magnetische Felder wahrnehmen. Werden an den Haken Seltene-Erden-Magneten angebracht (Magneten mit hoher und konzentrierter magnetischer Feldstärke), schreckt dies die meisten Arten ab. Dieser Ansatz ist deshalb besonders attraktiv, weil auf diese Weise eine biologische Eigenschaft der Tiere genutzt wird, um sie vor dem Beifangtod zu bewahren.

 

Seevögel

Wird die Langleine mit Gewichten versehen, sinkt der Köder schneller in die Tiefe, und die Vögel erreichen ihn nicht mehr. Farbige Bänder an den Netztauen halten Albatrosse und andere Seevögel auf Abstand und verringern den Beifang von Seevögeln dadurch deutlich.

 

'Wertlose' Fische

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Netzen, die mit Klappen, Notausgängen und Fluchtschleusen ausgestattet sind. Während der Fang im Netz verbleibt, können ungewollte andere Arten wieder aus dem Netz heraus schwimmen. Dabei kann man sich oft ganz einfach das instinkthafte Verhalten der Fische zunutze machen. Während beispielsweise die Zielart in Stresssituationen prinzipiell nach oben schwimmt, versuchen andere Arten nach unten zu entkommen. Dort gibt es ausreichend große Öffnungen, durch die der Beifang entweichen kann, während die Zielart weiterhin im Netz gefangen bleibt.

Guter Fisch im Supermarkt
   
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