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Küstenschutz in Deutschland, Westafrika und Südostasien

Küstenschutz war bislang selten naturnah. So versuchen Küstenbewohner seit Jahrhunderten, vor allem durch den Bau von Deichen und die Befestigung von Dünen sich vor Sturmfluten und Überschwemmungen zu schützen und zugleich neues Land zu gewinnen. Hunderte von Jahren lang wurden durch diesen Form des Küstenschutzes viele wertvolle Salzwiesen – natürliche Überflutungsflächen – im Wattenmeer und an der Ostsee zerstört.

Salzwiese bis zum Horizont: Quellerpflanzen vor Westerhever. © Hans-Ulrich Rösner / WWF
Küstenschutz, Küste, Küstenschutzgebiet

Nicht zuletzt als Reaktion auf solche und andere Eingriffe entstanden zwischen 1985 und 1990 fünf Nationalparks an Deutschlands Küsten. Sie wurden vom WWF gefordert, unterstützt und seither begleitet. Diese höchstrangigen Schutzgebiete umfassen fast das gesamte Wattenmeer in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sowie Teile der Ostseeküste am Jasmund und in der Vorpommerschen Boddenlandschaft. Einige Belastungen der Natur konnten verringert oder beseitigt werden, andere traten in den Nationalparks gar nicht erst ein.

 

Küstenschutz in vielen Fällen nicht naturverträglich

Doch es gibt auch in den Schutzgebieten noch viele Probleme: So wird noch immer Öl im Wattenmeer gefördert, die Fischerei ist dort kaum geregelt, und Eingriffe durch den Küstenschutz sind in vielen Fällen noch nicht naturverträglich. Zu wenige Gebiete sind ganz frei von menschlicher Nutzung und der Druck auf die Meeresflächen wächst weiter.

 

Riesige Containerschiffe verkehren heute auf den Weltmeeren und jedes deutsche Küsten-Bundesland will seinen eigenen Tiefwasserhafen, auf Kosten der Natur und der Volkswirtschaft. Der WWF drängt auf sinnvolle Zusammenarbeit von Wirtschaft und Naturschutz, damit unsere Küsten und Flussläufe in ihrer Natürlichkeit ökologisch wertvoll und schön bleiben.

 

Windenergie naturverträglich ausbauen

Die deutschen Meeresgewässer werden in der Zukunft in starkem Maße für die Energiegewinnung beansprucht. Die Planung für Offshore-Windparks boomt und es besteht die Gefahr, dass bei der Gratwanderung zwischen der notwendigen Erzeugung erneuerbarer Energien und dem Schutz des Meeres der letztere auf der Strecke bleibt. Der WWF setzt sich dafür ein, dass der Ausbau der Windenergie auf See naturverträglich erfolgt.

 

Der Arbeitsbereich “Schutz der Küste von Nord- und Ostsee“ konzentriert sich auf den Einsatz gegen wesentliche naturzerstörerische Eingriffe an der Küsten und in flachen Meeresgebieten. Mit harten Fakten und wissenschaftlichen Gutachten beeinflussen wir Entscheidungsprozesse und versuchen, die Bevölkerung für umweltverträgliche Lösungen zu gewinnen. Wir setzen uns zugleich für die Förderung einer natur- und sozialverträglichen Entwicklung an unseren Küsten ein.

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