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Stand: 23.07.2014

Wildkatzen im Saale-Holzland

Projekttitel

Erstes wissenschaftliches Wildkatzen-Nachweisprojekt im Saale-Holzland

Projektziel

Mit Hilfe von DNA-Lockfallen werden Fellproben von Wildkatzen gewonnen und somit Vorkommen der Tiere im Saale-Holzland erstmals nachgewiesen.

Kurzbeschreibung

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem NABU Saale-Holzland-Kreis, dem BUND, der unteren Naturschutzbehörde und der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Im Saale-Holzland-Kreis wurden vereinzelt Wildkatzen gesichtet, jedoch gibt es noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Nachweise. Die Region verbindet wichtige Lebensräume der Wildkatze und bietet einen idealen Rückzugs- und Durchzugsort. Der Nachweis der Tiere in der Region würde langfristige Naturschutzmaßnahmen in Gang setzen und die Bedeutung des grünen Korridors für den genetischen Austausch verdeutlichen. Die Anbringung der Lockstöcke sowie die regelmäßige Kontrolle erfolgt über den Antragssteller selbst. Die Proben werden extern gewertet. Wildtier-Kamerafallen überwachen ausgewählte Lockfallen-Standorte. Monitoringmaßnahmen zu Wolfs- und Luchsvorkommen in der Region werden ebenfalls vorgenommen. Die Ergebnisse werden vom Antragssteller ausgewertet und die Lockfallen anschließend entfernt.

Erfolg: Wildkatze in der Fotofalle © Felis Lupus
Erfolg: Wildkatze in der Fotofalle © Felis Lupus
Wildkatze © Thomas Stephan / WWF
Wildkatze © Thomas Stephan / WWF

WWF Projektbewertung

Erfreulicherweise breitet sich die Wildkatze in Deutschland wieder aus. Durch den Nachweis in der Saale-Holzland-Region kann sie intensiv geschützt werden, indem Lebensräume, die als Korridor für diese Leitart gelten, ausfindig gemacht und unter Schutz gestellt werden. Die Projektorganisation bringt sich durch Eigenleistungen ein, hat durch ein Probelauf erste Sichtungserfolge sowie eine gute Projektstruktur entwickelt und sichert durch langfristiges Monitoring eine Fortsetzung der Schutzmaßnahmen.

Erste Erfolge

Durch die Aufstellung von Lockstöcken und mittels Video-Aufnahmen konnten in der Region, die ursprünglich von Wildkatzen-Beständen frei geglaubt war, bereits im April-Juni 2014 evidente Beweise für ihr aktuelles Vorkommen erbracht werden. Genetische Untersuchungen der Fellproben an den Lockstöcken haben mindestens sowohl eine Wildkatze als auch einen Kuder bestätigen können. Die Beprobung wird nun fortgeführt und auf zwei weitere Gebiete ausgeweitet, für die eindeutige Hinweise zu Wildkatzenvorkommen vorliegen.

Projektträger & Kontakt

NABU e.V.

Marktstr.6

07774 Dornburg/Saale

www.felis-lupus.de

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