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Stand: 26.06.2013

Energie: Der WWF fragt, Spitzenpolitiker antworten

Werden Sie ein jährliches Energieeinsparziel festlegen, um schrittweise den Energieverbrauch bis 2050 insgesamt zu halbieren?

Hermann Gröhe, CDU © Laurence Chaperon
Hermann Gröhe, CDU © Laurence Chaperon

Hermann Gröhe, CDU
"Um das ehrgeizige Ziel einer Halbierung bis 2050 zu erreichen, treiben wir die Energieeinsparung zügig voran. Dazu setzen wir gezielt Anreize wie beispielsweise durch das Gebäudesanierungsprogramm. Diese greifen jedoch unterschiedlich schnell. Starre jährliche Zwischenziele helfen uns deshalb nicht weiter."

Peer Steinbrück, SPD © Peer Steinbrück
Peer Steinbrück, SPD © Peer Steinbrück

Peer Steinbrück, SPD
"Die Steigerung der Energieeffizienz und die Ausschöpfung von Einsparungspotenzialen sind entscheidend für das Gelingen der Energiewende hin zum vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energien. Nicht nur im Verkehrsbereich und im Wohnungsbau liegen noch große Potenziale, sondern auch in den industriellen und haushaltsnahen Bereichen. Schwerpunkte legen wir dabei auf den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie die energetische Gebäudesanierung."

Rainer Brüderle, FDP © Thomas Klaeber
Rainer Brüderle, FDP © Thomas Klaeber

Rainer Brüderle, FDP
"Die FDP steht zu dem Ziel, den Energieverbrauch bis 2050 insgesamt zu halbieren. Verpflichtende jährliche Energieeinsparziele lehnen wir jedoch ab. Eine starre Vorgabe entspricht nicht der Lebenswirklichkeit. Technischer Fortschritt kann in einem Jahr größer, in anderen Jahren kleiner sein. Wichtig ist nicht die staatlich verordnete Gleichförmigkeit der Schritte, sondern das Ziel. Dafür brauchen wir technologische und unternehmerische Freiheit. Nur so kann deutsche Ingenieurskunst weiter internationale Maßstäbe setzen."

Gregor Gysi, DIE LINKE © Thomas Klaeber
Gregor Gysi, DIE LINKE © Thomas Klaeber

Gregor Gysi, DIE LINKE
"DIE LINKE setzt sich dafür ein, bis 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Dazu braucht es festgelegte Grenzwerte beim CO2-Ausstoß anstatt eines marktbasierten Emissionshandels. Allein die EU-Einsparziele sind mit den gegenwärtigen Maßnahmen zur Energieeffizienz nicht zu erreichen. Die Bundesregierung setzt auf Freiwilligkeit der Industrie. Wir fordern verbindliche Effizienzvorgaben vor allem für Industrie und Energiewirtschaft."

Jürgen Trittin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN © Stefan Kaminski
Jürgen Trittin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN © Stefan Kaminski

Jürgen Trittin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
"In einem nationalen Energieeffizienzgesetz wollen wir die EU-Richtlinie endlich umsetzen und ein verbindliches Einsparziel bis 2020 von zwanzig Prozent gegenüber 2005 festschreiben. Dabei setzen wir auf verbindliche Einsparvorgaben für Energieversorger und eine klare Vorbildfunktion der öffentlichen Hand. Im Gebäudebereich ist unser Ziel, bis 2050 durch die Sanierung des kompletten heutigen Bestands und den Ersatz der fossilen Wärme durch erneuerbare einen klimaneutralen Gebäudebestand zu haben."

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