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Stand: 26.06.2013

Landwirtschaft: Der WWF fragt, Spitzenpolitiker antworten

Wie werden Sie die Förderung der Landwirtschaft ausrichten, um eine Ökologisierung der Agrarwirtschaft insgesamt zu erreichen?

Hermann Gröhe, CDU © Laurence Chaperon
Hermann Gröhe, CDU © Laurence Chaperon

Hermann Gröhe, CDU

"Wir stehen ein für eine umweltfreundliche Erzeugung von Lebensmitteln, die auch einen Beitrag zur Welternährung leistet. Deshalb setzen wir zusammen mit der Landwirtschaft vor allem auf Maßnahmen wie Fruchtfolge, Grünlanderhalt, Eiweißpflanzen und die Förderung des ökologischen Landbaus. Zudem wollen wir die erfolgreichen Agrarumweltprogramme fortführen. Ein Drittel der deutschen Landwirte nimmt daran heute schon teil. Die Förderung von Bioenergie konzentrieren wir immer stärker auf Reststoffe."

Peer Steinbrück, SPD © Peer Steinbrück
Peer Steinbrück, SPD © Peer Steinbrück

Peer Steinbrück, SPD

"Wir wollen eine nachhaltige Landwirtschaft, die zum Erhalt und zur Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume beiträgt. Wir sehen im Ökolandbau ein Modell für solche Land- und Ernährungswirtschaft. Wir wollen ihn deshalb stärken und seine Potenziale ausbauen. Die vielfältigen Leistungen, die Landwirte und andere Landnutzer für Natur- und Artenschutz erbringen, können auch künftig nur bedingt über die Rohstoffmärkte abgegolten werden. Daher müssen sie einen Anreiz erhalten, die gewünschten öffentlichen Güter bereitzustellen. Das bestehende System der EU-Agrarförderung muss konsequent so umgebaut werden, dass es diesen Zielen ebenso konsistent dient."

Rainer Brüderle, FDP © Thomas Klaeber
Rainer Brüderle, FDP © Thomas Klaeber

Rainer Brüderle, FDP

"Wir wollen die Rahmenbedingungen sowohl für die ökologische als auch für die konventionelle Landwirtschaft durch marktwirtschaftliche Reformen weiter verbessern. Daher unterstützen wir die unternehmerische Freiheit der Landwirte und setzen uns für gleiche Wettbewerbsbedingungen in der EU ein. Die Belastung der Natur soll gemindert, die Standards in der Nutztierhaltung erhöht und mehr nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden. Dafür werden wir die Agrarforschung stärken. Bei der Bioenergie wollen wir Konkurrenzen zwischen Tank und Teller vermindern, indem bspw. verstärkt Rest- und Koppelprodukte genutzt werden."

Gregor Gysi, DIE LINKE © Thomas Klaeber
Gregor Gysi, DIE LINKE © Thomas Klaeber

Gregor Gysi, DIE LINKE

"DIE LINKE streitet für die Ökologisierung der Landwirtschaft. Das heißt, nicht alles muss „Bio“ sein, sondern die Agrarwirtschaft soll regionaler, ressourcen- und energieschonender produzieren. Dazu beitragen kann eine Stickstoffüberschussabgabe, die Pflicht zu ökologischen Vorrangflächen und mehr Bienenfreundlichkeit in der EU-Agrarpolitik. Im „PLAN B“ steht die LINKE Vision für die Landwirtschaft im Jahr 2050: orientiert am Wochen- statt am Weltmarkt."

Jürgen Trittin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN © Stefan Kaminski
Jürgen Trittin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN © Stefan Kaminski

Jürgen Trittin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

"Öffentliches Geld für öffentliche Güter ist grüne Leitlinie für die EU-Agrarreform und ihre Umsetzung in Deutschland. Das Greening, also die Ökologisierung der Direktzahlungen, ist ein Einstieg. Um es mit Leben zu füllen, müssen die Instrumente Fruchtfolge, Grünlanderhalt und ökologische Vorrangflächen ambitioniert ausgestaltet werden. Agrarumweltmaßnahmen und Ökolandbau wollen wir Grüne verlässlich honorieren und dazu Mittel aus Direktzahlungen in die Förderung von ländlicher Entwicklung umwidmen."

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