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Stand: 26.06.2013

Natur ist unverzichtbar

Wir wollen intakte Natur – um ihrer selbst willen, aber auch wegen ihrer Leistungen für die Gesellschaft. Fünf Beispiele:

Auenwald unter Wasser. © Astrid Eichhorn / WWF
Auenwald unter Wasser. © Astrid Eichhorn / WWF

1. Die neue Jahrhundertflut an Elbe und Donau wirft viele Fragen auf. Flussbegradigungen und das Abholzen der Auenwälder haben das Hochwasserrisiko auf jeden Fall stark erhöht. Vielerorts jedoch ließen sich die Sünden der Vergangenheit beheben. Flussauen müssen wieder als Räume für den Hochwasserrückhalt und als unsere artenreichsten Lebensräume zurückgewonnen werden.

2. Moore, Flussauen, Streuobstwiesen – 70 Prozent der 700 Ökosysteme Deutschlands gelten als gefährdet. Es geht aber auch anders. Das Netzwerk der EU-Schutzgebiete mit etwa 17 Prozent geschützter Landfläche erwirtschaftet pro Jahr einen Gegenwert von rund 300 Milliarden Euro für das Gemeinwohl, weil es etwa dem Klimaschutz und der Wasserreinigung dient.

3. Naturräume von mindestens 100 Quadratkilometern, die nicht durch Siedlungen oder Straßen zerschnitten werden, gibt es heute viel zu wenige. Große Tiere wie der Luchs brauchen aber solche Naturräume sowie „grüne Korridore“, um zwischen ihnen wandern zu können, zum Beispiel auf der Suche nach Beute.


4. Für vier von fünf deutschen Urlaubern ist das Erlebnis atemberaubender Natur ein Argument bei der Wahl des Reiseziels. Umweltorganisationen setzen sich bereits mit Erfolg dafür ein, mehr Wildnis in Deutschland zu schaffen – zwei Prozent des Bundesgebietes sollen für die ungestörte Natur reserviert sein.


5. Aus dem UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt resultiert für die Bundesregierung die Verpflichtung, Natur auch in Deutschland konsequent zu schützen. Überdies muss sie ihr Versprechen einhalten, ab 2013 rund 500 Millionen Euro jährlich für den Schutz der biologischen Vielfalt und der Wälder in Entwicklungsländern bereitzustellen. Letztere sind auch für das globale Klima unverzichtbar.

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