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SURF Nature: Nachhaltige Nutzung regionaler Mittel

Für Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Fördermöglichkeiten aus europäischen und national-staatlichen Mitteln. Mit einem Gesamtbudget von 862 Milliarden Euro für die laufende Förderperiode 2007-2013 verfügt der EU-Haushalt über ein enormes Gestaltungspotential. Allein für die Regionalpolitik sind 347 Milliarden Euro vorgesehen.

© Jonathan Fieber / igreen media / WWF
© Jonathan Fieber / igreen media / WWF

Neben den originär für Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen vorgesehenen Fonds (beispielsweise Life+) bieten auch die EU-Strukturfonds insbesondere im Rahmen der Förderung des natürlichen Erbes sowie von Biodiversität und Naturschutz zunehmend Potenzial. Eine detaillierte Kenntnis über die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten der einzelnen Fördertöpfe im Sinne des Schutzes der Biodiversität wird daher zukünftig unerlässlich sein.

Abschlusskonferenz

Am 27. September 2012 findet in Cardiff die Abschlusskonferenz des SURF Nature Projektes statt. In den letzten drei Jahren haben sich 14 Projektpartner aus 10 EU Ländern intensiv mit den Herausforderungen der Finanzierung von Biodiversität durch den Europäischen Fond für Regionalentwicklung beschäftigt. Die Konferenz fasst die gemeinsamen Erfahrungen und daraus abgeleitete Empfehlungen zusammen. Das Programm finden Sie hier.

So werden in der laufenden Förderperiode 2007-2013 2,7 Milliarden Euro für den Erhalt von Biodiversität durch den EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) bereitgestellt. Die Nutzung dieser Fördermöglichkeiten ist in den Mitgliedstaaten bislang sehr unterschiedlich entwickelt. Es besteht somit ein großer Bedarf an einem intensiven Wissensaustausch, damit der Naturschutz von der EU-Regionalförderung  besser profitieren kann.

 

Gemeinsam handeln -  Für eine bessere Nutzung der Regionalförderung

Das Projekt SURF Nature (Sustainable Use of Regional Funds) hat sich zum Ziel gesetzt, im Zeitraum von Januar 2010 bis Dezember 2012, die Nutzung der Fördermöglichkeiten für Maßnahmen zum “Erhalt des natürlichen Erbes” und “Förderung der Biodiversität und des Naturschutzes (einschließlich Natura 2000)“ aus dem EFRE zu verbessern und Empfehlungen für die nächste Förderperiode zu formulieren.


Über den Ausbau eines existierenden Netzwerks von nationalen, regionalen und lokalen Behörden in Kooperation mit NGOs hinaus wird ein zunehmend interregionaler Austausch von Erfahrungen der bislang 14 Projektpartner  aus 9 EU-Mitgliedstaaten initiiert. Dieser Austausch soll es den Projektpartnern ermöglichen, über ihre bisherigen Erfahrungen hinaus Know-How aufzubauen und sich durch den Vergleich mit anderen Regionen und von good practice Projekten neue Impulse zur Umsetzung der EFRE-Förderung zu erschließen. Zu einer der ersten Aufgaben des Projekts zählte die Analyse von ca. 40 regionalen, nationalen und interregionalen Programmen (sog. Operationelle Programme), in denen die EFRE-geförderten Maßnahmen der Regionen und Ländern definiert sind. Ziel der Analyse war es, Förderungen für Naturschutzmaßnahmen zu identifizieren. Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt in den nächsten Wochen. Daneben sind unter anderem thematische Hefte zum Einsatz des EFRE in den Partnerregionen sowie ein Handbuch zur Naturschutzförderung in der neuen Generation der Strukturfonds nach 2013 geplant.


Die Projektleitung liegt beim Umweltbundesamt Österreich, während der WWF Deutschland die Koordinierung und das Management übernimmt.

   
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