Content Section

Stand: 08.07.2014

Europa nach den Wahlen 2014

In Brüssel und Straßburg werden mit Abstand die meisten für unser Leben und Wirtschaften bedeutenden politischen Entscheidungen getroffen. Dies gilt insbesondere für den Bereich Umwelt- und Naturschutz. Deshalb hat die Europapolitik für den WWF höchste Priorität – auch nach der Europawahl.

Europawahlen 2014 - für den WWF mit hoher Priorität für die Bereiche Umwelt- und Naturschutz © European Union 2013 EP
Europawahlen 2014 - für den WWF mit hoher Priorität für die Bereiche Umwelt- und Naturschutz © European Union 2013 EP

Es ist dem WWF vor der Europawahl im Mai 2014 gelungen, über 130 der 766 neu gewählten Parlamentsmitglieder in ganz Europa davon zu überzeugen, sich öffentlich auf der WWF-Website ep2014.wwf.eu zur Unterstützung der wichtigsten WWF-Anliegen für Europa zu verpflichten. Darunter befinden sich 29 der 96 deutschen Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

Infografik: Wer stimmt wie ab bei Umweltfragen? (zum Vergrößern bitte klicken)
Infografik: Wer stimmt wie ab bei Umweltfragen?Lupe

Die Forderungen des WWF zum europäischen Umweltschutz

Die meisten größeren deutschen Parteien haben darüber hinaus den ganz überwiegenden Teil unserer 27 Forderungen unterstützt. An diesen öffentlichen Erklärungen werden wir die MdEPs und die Parteien in den nächsten fünf Jahren messen (Siehe Wahlprüfsteine).

Was der WWF tut

Insgesamt stellt sich die Situation in der EU nach den Wahlen so dar, dass die Lage für die Durchsetzung der WWF-Anliegen noch etwas unübersichtlicher geworden ist, sei es bei Fischerei, Landwirtschaft oder Klimaschutz. Die traditionell bei Abstimmungen oft näher an den WWF-Positionen liegenden Fraktionen sind leicht geschrumpft, andere kleinere Gruppierungen sind unberechenbarer geworden.

Der WWF hat entschieden, mit bestimmten ParlamentarierInnen im Europäischen Parlament keinen aktiven Austausch zu pflegen, zum Beispiel im extrem rechten Spektrum. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Erfolg europaskeptischer Parteien auf die EU-Umweltpolitik, die ja einen sehr großen Einfluss auf die entsprechende Gesetzgebung der Mitgliedsländer hat, im Parlament im Einzelfall auswirken wird.

Der WWF wird mit seinem Büro in Brüssel und seinen nationalen Büros in den Mitgliedsländern darauf vorbereitet sein müssen, sich mit seinen Anliegen noch stärker Gehör zu verschaffen, um die Interessen der Umwelt und der Menschen erfolgreich zu vertreten. Dazu benötigen wir die Unterstützung all unserer Förderinnen und Förderer.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken