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Stand: 11.05.2017

Amur-Leoparden: Nachwuchs vor der Kamera

Sie gehören zu den seltensten Katzenbabys der Welt, doch das kümmert sie wenig. Zwei junge Amur-Leoparden entdecken neugierig ihre Umgebung, spielen miteinander und ärgern ihre Mutter. Sie verhalten sich also genau so, wie man das von jungen Katzen erwartet. Das zeigen Aufnahmen einer Kamerafalle, die im April die extrem seltenen Amur-Leoparden gefilmt hat.

Die vierjährige Leopardin Berry wird schon seit ihrer Geburt von Wissenschaftlern beobachtet. Nun ist selbst Mutter von zwei Jungen geworden, wie die Fotofallenaufnahmen aus dem Kedrovaya-Pad-Naturreservat zeigen. "Ich bin sehr glücklich, dass ein Weibchen, das als Jungtier noch mit verletzter Pfote beobachtet wurde, nun ihre eigene Familie hat", freut sich Yury Darman vom WWF Russland.

Hoffnung für die jungen Amur-Leoparden

Die Kamerafalle hat Berry am Eingang einer kleinen Höhle gefilmt, in der sich ihre Jungen aufhalten. Momentan zeigt Berry ihren Jungen das Jagen – und muss dabei extrem vorsichtig sein. Junge Amur-Leoparden haben in der Wildnis viele Feinde.

Unsere Experten sind sich allerdings sicher, dass Berrys Jungen schon vier Monate alt sind. Das erhöht ihre Chancen durchzukommen – und die Population von Amur-Leoparden weiter zu steigern.

Jeder Wurf verbessert die Chancen

Amur-Leoparden sind akut vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2013 wurden nur noch 49 Tiere gezählt, 2015 kam man immerhin schon auf 70 Tiere. Trotzdem ist der Bestand leider immer noch viel zu gering für eine stabile Population. Jede Nachricht über Nachwuchs bei diesen eindrucksvollen Großkatzen ist daher ein Hoffnungsschimmer.

Die Amur-Leoparden leben im Grenzgebiet von Russland und China. Zu schaffen machen ihnen vor allem der Verlust von Lebensraum, Nahrungsmangel und Wilderei. Der WWF kämpft gemeinsam mit Institutionen vor Ort für die Umsetzung der Schutzbestimmungen im Nationalpark, das Verhindern von Bränden sowie für ein Auswilderungsprogramm von Amur-Leoparden.

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