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Stand: 08.04.2014

Die Arktis: Das ewige Eis beginnt zu schmelzen

Keine Region der Erde ist noch so wenig durch die Menschen geprägt worden wie das ewige Eis der Arktis. Kalt, unnahbar, gefährlich – und doch Heimat für Tier und Pflanzenarten, die nirgendwo anders überleben könnten. Die Arktis ist ein einzigartiger Lebensraum.

Spitzbergen in der Arktis: Die weiße Wildnis wird grau. © Sindre Kinnerød / WWF
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Die Arktis selbst erforschen

  • Wie hat sich die arktische Landschaft in den letzten 30 Jahren verändert? Wo ist die Eisdecke noch am dicksten? Wo brüten welche Seevögel? Und wo fahren die meisten Öltanker entlang?
    Wanderkorridore von Eisbär, Grönlandwal und Co - aber auch die Lage von Ölbohrinseln und das Schmelzen des ewigen Eises: Die interaktive Karte „ArkGIS“ vereint alle vorhandenen Daten über die Natur und die menschlichen Aktivitäten in der Arktis und lädt zum Erforschen per Mausklick und Video ein.
  • Zur interaktiven Arktis-Karte

Ein Teufelskreis

Doch die weiße Wildnis heizt sich auf. Die Eisfläche schwindet. Das setzt einen Teufelskreis in Gang, der den Klimawandel noch verstärkt. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis im vergangenen Jahrhundert um rund fünf Grad Celsius gestiegen. Das arktische Packeis ist seit 1970 um 14 Prozent zurück gegangen. Bis zum Jahr 2100 ist ein weiterer Rückgang der Packeismenge von 10 bis 50 Prozent zu erwarten.

Auch der Boden der Arktis taut

So verändert sich die Eiswelt dramatisch: In den Sommermonaten könnte die Arktis schon ab 2050 eisfrei sein. Um das Weiß der Arktis bilden sich immer mehr dunkle Flächen, die die Wärme der Sonne aufnehmen und die Erwärmung beschleunigen. Auch der in bis in große Tiefen gefrorene Permafrostboden taut jeden Sommer weiter auf. Die dort eingeschlossenen Mikroorganismen setzen zunehmend Methan frei – ein Klimagas, das noch viel schädlicher ist als CO2.

 

Der Klimawandel in der Arktis lässt Wissenschaftler Alarm schlagen. Wenn wir das Klima nicht schützen, ist es für die letzten Eisbären, Walrosse und Narwale zu spät. Der WWF arbeitet mit Hochdruck am Schutz des ewigen Eises. Rund um die Arktis engagieren sich WWF-Experten für den Erhalt dieser einmaligen Welt.

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