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Stand: 11.04.2018

Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung

Uckermark Luftbild © Bernd Lammel / WWF
Uckermark Luftbild © Bernd Lammel / WWF

Natur Natur sein lassen – diese Prämisse gilt heute nur auf wenigen Flächen in Deutschland. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg sichert große, unbebaute und ungenutzte Flächen in Brandenburg. Hier können sie sich langfristig wieder nach den eigenen Gesetzen entfalten und werden für die Öffentlichkeit erlebbar. Für dieses Projekt bietet Brandenburg eine einmalige Chance: Ehemalige Truppenübungsplätze gehören heute zu den letzten großen und zu gleich unzerschnittenen Landschaften in Deutschland. Seit über 20 Jahren ungestört, entwickelte sich ein beeindruckender Lebensraum: Wolf, Elch und Seeadler finden Gefallen an Weite, Vielfalt und Ungestörtheit der stiftungseigenen Flächen, Biber und Specht gestalten ihren Lebensraum ganz einfach selbst mit.

Natürliche Dynamik in großen zusammenhängenden Wildnisgebieten zulassen: Auf 13.600 Hektar einzigartiger Landschaft konnte dies durch den Flächenkauf der Stiftung bisher dauerhaft gesichert werden. Die Jüterboger Fläche präsentiert sich dabei mit 7200 Hektar Gesamtgröße als die größte Eigentumsfläche. Auch die Stiftungsflächen Lieberose (3150 Hektar), Heidehof (2600 Hektar) und Tangersdorf (664 Hektar) stellen ideale Bedingungen, um bedrohten Arten ein Zuhause zu bieten.

Brandenburgs bedrohte Tierarten

So schafft der Landschaftsarchitekt Biber in Tangersdorf gerade eine 150 Hektar große Staufläche mit Seen und Feuchtgebieten, während Heidehof ein ansässiges Wolfspaar und seinen Nachwuchs beherbergt. Große Teile der Flächen sind als Naturschutzgebiet, FFH- und SPA-Gebiet (*) ausgewiesen, da sich Schwarzstorch, Kranich und Fischotter hier wieder dauerhaft niedergelassen haben, in Jüterbog z.B. Bechsteinfledermaus und Wiedehopf. Die wertvollen, naturnahen Gewässer und Moore mit seltenen Insekten- und Vogelarten sind ebenso charakteristisch für die Stiftungsfläche wie alte Naturwälder und Heidelandschaften.

(*)FFH steht für die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Naturschutzrichtlinie, korrekte Bezeichnung: Richtlinie 92/43/EWG (im Sprachgebrauch aber meist einfach FFH-Richtlinie). Sie hat zum Ziel, „wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen“.

SPA ist die Vogelschutzrichtlinie der EU und steht für Special Protection Area. Sie hat die Erhaltung wildlebender Vogelarten zum Ziel.

Bedrohungen und WWF Arbeit vor Ort

Auch die in Zukunft zum Verkauf stehenden Flächen gilt es daher schnell zu sichern, um einen Verlust an Forst- und Landwirtschaft oder Verbauung langfristig zu verhindern. Doch die Konkurrenz ist groß, das Angebot rar. Der Flächenfonds „Naturvermögen“ ermöglicht daher ein schnelles Reaktionsvermögen, um geeignete Flächen dauerhaft für den Naturschutz zu sichern.

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