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Ankauf und Renaturierung wertvoller Naturflächen

Der Naturpark Uckermärkische Seen, 895 Quadratkilometer groß, gehört zu den attraktivsten und beliebtesten Naturzielen Deutschlands. Seit 1997 ist er als Projekt gesamtstaatlicher Bedeutung anerkannt. Im Rahmen dieses Naturschutzgroßprojektes werden Flächenkäufe und Biotopmaßnahmen aus Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg, des Landkreises Uckermark und Spenden des WWF Finanziert. Ziel des Engagements ist es, große zusammenhängende Flächen aus der Nutzung zu nehmen und unter Schutz zu stellen oder zum Beispiel Feuchtwiesen durch eine naturverträgliche Nutzung zu erhalten.

Seenlandschaft in der Uckermark. © Bernd Lammel / WWF
Seenlandschaft in der Uckermark. © Bernd Lammel / WWF

Gemeinsam mit dem Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V. gelang es dem WWF bis heute, 7.300 Hektar wertvoller Buchenwälder, Moore, Orchideenwiesen und Klarwasserseen durch Ankauf zu sichern. Darunter befindet sich auch der ehemalige Truppenübungsplatz Tangersdorfer Heide, der gemeinsam mit dem Brandenburger Naturschutzfonds gekauft werden konnte. Der WWF leistet Unterstützung zum Beispiel zur Biotopverbesserung und Renaturierung von Mooren und Feuchtwiesen.

 

Darüber hinaus hat der WWF selbst besonders schützwürdige Flächen erworben, um diese vor drohender Nutzung zu bewahren und den dort lebenden Pflanzen- und Tieren ihren Lebensraum zu erhalten. Dazu gehört z.B. das Naturschutzgebiet „Damerower Wald". Dieser kuppige, von Erlenbrüchen durchsetzte 125 Hektar große Buchenwaldkomplex wurde bisher forstwirtschaftlich genutzt. Der WWF hat diese Nutzung beendet und Renaturierungsmaßnahmen eingeleitet. Eine besondere Herausforderung stellt der rund 600 Hektar großen Barsdorfer Forst dar. Diesen Wald, der südlich an die Tangersdorfer Heide angrenzt und bisher von monotonen Kiefernforsten geprägt war, wird der WWF im Laufe der nächsten Jahre durch Waldumbau und Wiedervernässung zu einem artenreichen, ungenutzten Mischwald mit standortheimischen Baumarten umwandeln.

 

Der WWF entwickelt Konfliktlösungsmodelle

An den Naturraum Uckermärkische Seen werden unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche Ansprüche aus dem Bereich Naturschutz, Erholung und Regionalentwicklung gestellt, was nicht selten zu Konflikten führt. Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung fördert der WWF daher seit Jahren eine fruchtbare Kooperation mit Entscheidungsträgern aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Tourismus sowie Handel und Gewerbe. Mit Erfolg: Eine lokale Aktionsgruppe "Naturparkregion Uckermärkische Seen" konnte ein Leitbild für eine naturverträgliche Regionalentwicklung erarbeiten. Koordiniert vom WWF werden nun naturverträgliche oder naturfördernde Projekte ausgewählt, die für eine Förderung durch EU-Mittel aus dem so genannten "LEADER+"-Budget zur Förderung einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung in Frage kommen.

 

Ein Beispiel: Das Wasserwanderkonzept für die Wasserwanderstrecke von Feldberg nach Himmelpfort, die teilweise durch Naturschutzgebiete führt. Hier haben Naturparkverwaltung und WWF gemeinsam mit anderen relevanten Partnern ein Informations- und Leitsystem für die Paddler entwickelt und installiert. Auf diese Weise können die Kanuten optimal informiert und gelenkt werden, so dass die Störungen für Flora und Fauna deutlich reduziert werden konnten.

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