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Stand: 21.07.2015

Wildnis erhalten und naturverträgliche Nutzung fördern

Brandenburg verfügt noch über bundesweit bedeutsame Naturschätze. Deshalb fördert der WWF dort mehrere Projekte: Unter Mitwirkung der Umweltstiftung wurde die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, Flächen für die Entwicklung großer Wildnisgebiete auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Brandenburgs zu erwerben.

Schwarzstorch. © Wild Wonders of Europe /Diego Lopez / WWF
Schwarzstorch. © Wild Wonders of Europe /Diego Lopez / WWF

In dem 90.000 Hektar großen Naturpark Uckermärkische Seen wiederum, einem Naturschutzprojekt von bundesweiter Bedeutung, sind Flächenschutz, eigendynamische Naturentwicklung, naturverträgliche Regionalentwicklung und Besucherlenkung die Ziele.

 

Darüber hinaus hat der WWF besonders schützwürdige Flächen erworben, um diese vor drohender Nutzung zu bewahren und den dort lebenden Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum zu erhalten. Dazu gehört zum Beispiel der Rosinsee, ein eiszeitlich entstandener Klarwassersee oder das Naturschutzgebiet „Damerower Wald". Dieser kuppige, von Erlenbrüchen durchsetzte Buchenwaldkomplex wurde früher forstwirtschaftlich genutzt. Der WWF hat diese Nutzung beendet und Renaturierungsmaßnahmen eingeleitet.

Was lange währt, wird endlich gut

Nach Jahren der Verhandlungen und Lobbyarbeit sind dem WWF Ende September 2010 von der bundeseigenen BVVG (Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH) die ersten 680 Hektar aus dem Nationalen Naturerbe in Brandenburg übertragen worden. Zum bereits bestehenden WWF-Wildniswald Damerow (130 Hektar, FFH-Gebiet) sind weitere 210 Hektar Wiesen und Bruchwälder hinzugekommen. Damit ist ein großflächiger Biotopverbund über WWF-Schutzflächen geschaffen. Außerdem befinden sich nun 15 wertvolle, zum Teil nährstoffarme Klarwasserseen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in WWF-Eigentum. Neben Seeadler, Fischadler und Schreiadler sind Schwarzstorch und Fischotter wichtige Leitarten dieser Region. Frische Fischotterspuren konnten bei einer ersten Erfassung des Flächenzustandes durch die WWF-Experten vor Ort nachgewiesen werden.

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