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Ein großes Feuchtgebiet wird renaturiert

In den Niederungen zwischen den Flüssen Aller und Ohre entstand in Norddeutschland nach der letzten Eiszeit ein vielfältiges Labyrinth aus Feuchtwiesen, Mooren und Bruchwäldern, heute Heimat für seltene Pflanzen und Tiere. Wie viele Feuchtgebiete wurde auch der Drömling seit Jahrhunderten entwässert. Der WWF setzt sich deshalb seit fast 30 Jahren mit einem Bündel von Maßnahmen für die Renaturierung dieses knapp 300 Quadratkilometer großen Feuchtgebietes ein.

Feuchtwiesen sind typisch entlang des Drömlings. © Matthias Kausche / WWF
Feuchtwiesen sind typisch entlang des Drömlings. © Matthias Kausche / WWF

Der WWF kaufte Gelände auf

Friedrich II. ordnete bereits im 18. Jahrhundert an, den Drömling trockenzulegen. Doch erst die intensivierte Landwirtschaft nach 1945 rückte dem Grundwasser mit Schöpfwerken wirksam zu Leibe. Entwässerte Moorböden wurden beackert, trocken gefallene Bruchwälder mit standortfremden Pappeln bepflanzt. In der Folge verloren viele typische Bewohner der Feuchtgebiete wie Schwarzstorch oder Fischotter ihren Lebensraum.


Der WWF wurde schon in den 70er Jahren im niedersächsischen Teil des Drömlings aktiv, indem er Flächen durch Ankauf sicherte und mit Hilfe der Forstbehörden Staumaßnahmen durchführte. In Sachsen-Anhalt, wo sich der größte Teil des Drömlings befindet, wurde 1990 ein 28.000 Hektar großer Naturpark eingerichtet. Der Naturpark ist die Flächenkulisse für das Naturschutzgroßprojekt Drömling/Sachsen-Anhalt, dessen Kernzone rund 11.000 Hektar beträgt. Gemeinsam mit den flächenmäßig betroffenen Landkreisen (heute Salzwedel und Börde) gründete der WWF hier als Projektträger den Zweckverband „Naturschutzprojekt Drömling / Sachsen-Anhalt“. Gefördert durch den Bund und das Land Sachsen-Anhalt konnte dieser seit 1991 über 3.960 Hektar Eigentumsflächen erwerben und in Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung renaturieren. Weitere 1.850 Hektar wurden durch öffentliche Institutionen oder lokale Naturschutzinitiativen zur Verfügung gestellt.

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