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Stand: 29.07.2016

Sibirische Schwertlilie

Stark gefährdete Schönheit der Auenwiesen blüht im Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe

Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist eine der schönsten Wildblumen und eine Charakterart der Stromtalwiesen entlang der Elbe. Die Göttin des Regenbogens Iris verlieh der Schwertlilie ihren Namen und bereits 3000 bis 1200 v. Chr. gab es stilisierte Abbildungen von ihr. Später zierte diese Schönheit der Wiesen u.a. römische Mosaikböden und war auch in der Malerei der Barockzeit besonders beliebt.

Sibirische Schwertlilie © WWF
Sibirische Schwertlilie © WWF

Im Jahr 2010 zur Blume des Jahres gekürt, ist Iris sibirica leider meist nur noch als Zuchtform im Gartencenter anzutreffen. In freier Natur ist sie, als Relikt einer kleinräumigen und extensiven Landwirtschaft, in den heutigen Wiesenbeständen nur noch sehr selten zu finden und deutschlandweit in ihrem Bestand gefährdet.

Im Gebiet des Naturschutzgroßprojektes Mittlere Elbe hat der WWF auf seinem Eigentum großflächige Wiesenbestände für den Naturschutz gesichert und schafft, in Abstimmung mit den regionalen Landwirten, durch eine schonende Wiesenbewirtschaftung Refugien für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie die Sibirische Schwertlilie. Jedes Jahr im Mai oder Juni kann man hier die leuchtend blau-violetten Blüten an den wenigen noch vorhandenen Stellen entlang der Elbe bei Dessau bewundern.

Der WWF engagiert sich seit dem Jahr 2001 im Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe unter anderem für den Erhalt, die Wiederansiedlung und den Schutz der Sibirischen Schwertlilie und weiterer stark gefährdeter Wiesenarten.

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