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Konferenz zur „Renaturierung Europäischer Ästuare: Möglichkeiten, Planungen und Umsetzung“

am 22. Februar 2013 in Leer, Ostfriesland

Unter reger Beteiligung der rund 150 Teilnehmer aus dem In- und Ausland fand am Freitag, den 22. Februar in Leer (Ostfriesland) die Konferenz zur Renaturierung Europäischer Ästuare statt.

© Elke Meyer NABU Niedersachsen / WWF
© Elke Meyer NABU Niedersachsen / WWF

Große europäische Ästuare wie Elbe, Weser, Ems, Schelde und Seine befinden sich heute in einem schlechten ökologischen Zustand, insbesondere durch den Ausbau zur Schifffahrtsstraße und Eindeichungen des Überschwemmungsgebietes für den Hochwasserschutz sowie die Landwirtschaft.

 

Rund 150 TeilnehmerInnen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, England und Deutschland tauschten sich hier über Möglichkeiten, Planungen sowie Erfahrungen mit der Umsetzung von Renaturierungsprojekten an europäischen Ästuaren aus. Vertreter der Wasser- und Schifffahrts-, Hafenverwaltungen, Landnutzer, Umweltverbände, Meyerwerft und interessierte Bürger haben Vorträge über die Renaturierung von Flussmündungen, aber auch der Gefahr des „Umkippens“ eines ganzen Flusssytems durch eine Vertiefungsmaßnahmen gehört. Deutlich wurde, dass es dringend geboten ist, die Schiffe den ökologischen Grenzen der Ästuare anzupassen, weil es einen „Umschlagspunkt“ im Ästuar gibt. Ist ein Ästuar bereits stark vorbelastet, kann eine Ausbaumaßnahme zu einem „Systemwechsel“ führen, d.h. zu veränderten Sedimenttransportprozessen, die sich selbst verstärken und beschleunigen (snowball-effect). Daraus ergibt sich insbesondere für die Sanierung der Ems ein dringender Handlungsbedarf.

 

Die Veranstaltung war der 5. Teil einer Workshop-Reihe des Projekts „Perspektive Lebendige Unterems“ der Umweltverbände BUND, NABU und WWF, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird.

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