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2. Workshop Naturschutz in Leer

© WWF
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Am 01. November 2010 haben die Umweltverbände BUND, NABU und WWF gemeinsam mit der TU Berlin das Projekt „Perspektive Lebendige Unterems“ gestartet. Im Rahmen des Projektes soll die Perspektive einer lebendigen renaturierten Unterems entwickelt und visualisiert, sowie Möglichkeiten zu deren Umsetzung aufgezeigt werden. Das Projekt dient in erster Linie der Entwicklung eines Konzeptes der Naturschutzverbände für die Lösung der ökologischen Probleme der Unterems. Darüber hinaus sollen Erkenntnisse auch in die laufende Debatte zur Sanierung und Entwicklung der Unteren Ems einfließen. Im Dialog mit Natur- und Umweltschützern vor Ort wollen wir, das Projektkonsortium, ein praxis- und umsetzungsnahes Renaturierungskonzept für die Unterems erarbeiten und konkrete Schritte zur Umsetzung der Renaturierung vorbereiten.

 

Ablauf im Überblick und Funktion der Workshops Naturschutz

Im Verlauf der Projektperiode 2010-2013 werden wir vor Ort 4 Workshops organisieren. Diese Workshops bilden das Forum auf dem Zwischenergebnisse aus dem Projekt mit Akteuren vor Ort besprochen und Naturschutzziele, -Szenarien und Renaturierungsmaßnahmen für die Untere Ems mit lokalen Naturschützern diskutiert werden sollen.

2. Workshop Naturschutz am 03. September 2011

© Jochen Mülder/Lenné3D / WWF
© Jochen Mülder/Lenné3D / WWF

Im Zeitraum März 2011 bis August 2011 hat das Projektkonsortium die Erkenntnisse des 1. Workshops weiter verarbeitet. Im Teilprojekt Naturschutz wurden die Naturschutzziele weiter ausgearbeitet und die Renaturierungsszenarien festgelegt, im Teilprojekt Wasserbau wurden die Renaturierungszenarien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Wasserstände, Strömungen und Schwebstoffverhältnisse untersucht.

 

Ziel des 2. Workshops am 03. September war es nun, die zwischenzeitlich im Projekt weiter konkretisierten Naturschutzziele sowie die ausgewählten Szenarien für die Renaturierung der Ems vorzustellen und mit den lokalen Naturschützern zu diskutieren. Auch Behördenvertreter waren dieses Mal zum Workshop eingeladen.

 

Aus dem Teilprojekt Visualisierung zeigten die Projektpartner der TU Berlin und dem Büro Lenné3D zunächst, wie man mit Hilfe digitaler, dreidimensionaler Medien zukünftige Veränderungen an der Unteren Ems erlebbar machen kann. Aus dem Teilprojekt Wasserbau wurden die Zwischenergebnisse der wasserbaulichen Modellierungen in einer Zusammenschau aller bisher bearbeiteten Szenarien vorgestellt.

 

Vormittags arbeiteten die Teilnehmer dann in 3 Arbeitsgruppen inhaltlich an den von BioConsult vorgestellten konkretisierten 3 Naturschutzzielen. Diese wurden ergänzt und korrigiert. Im Zentrum der Diskussion standen die Benennung besonders defizitärer Biotoptypen, die Frage welche Leitarten bzw. Leitfunktionen in den verschiedenen Abschnitten der Unteren Ems ein Rolle spielen sollten und das Gespräch über relevante Parameter und Randbedingungen für die Entwicklung von Lebensräumen.

 

Nachmittags teilten sich die Teilnehmer in 2 Arbeitsgruppen zu den Renaturierung-Szenarien „Verlängerung des Ästuars durch den Abbau des Tidewehrs in Herbrum“ und „Retentionsbecken“ auf. Die Arbeitsgruppe zum Szenario „Tidewehrverlegung“ befasste sich einerseits mit der Frage, welche Schutzgüter bei Realisierung einer solchen Maßnahme besonders beachtet werden müssen. Ausführlich wurde darüber gesprochen, wie ein übermäßiges Absinken der Grundwasserstände entlang des Flusses nach Abbau des Tidewehrs verhindert werden könnte und wie sich die jeweiligen Maßnahmen auf die Hydrologie im Einzugsbereich der Ems auswirken könnten. Die Arbeitsgruppe zu dem Szenario „Retentionsräume“ sprach über notwendige Randbedingungen die vor der Anlage von Retentionsräumen geschaffen werden sollten. Auch ergänzte sie eine Kriterienliste zur Suchraumgestaltung und baulichen Gestalt von Retentionsräumen und tauschte grundsätzliche Argumente zu Chancen und Konflikten aus, die durch eine solche Maßnahme entstehen könnten.

 

Die Dokumentation dieses 2. Workshops wird in Kürze auf der Internetseite des Projektes veröffentlicht. Der nächste Workshop unseres Projektes zum Thema Naturschutz wird voraussichtlich im Februar 2012 in Leer stattfinden. Dann wollen wir die bis dahin erarbeiteten Maßnahmenvorschläge und Entwürfe der Renaturierungszenarien mit Ihnen diskutieren.

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