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3. Workshop Naturschutz in Leer

Umweltorganisationen stellen Renaturierungsvorschläge für die Unterems zur Diskussion

Am 11. Februar 2012 haben BUND, NABU und WWF in Leer rund 35 Teilnehmern aus regionalen Umweltverbänden aus Deutschland und den Niederlanden sowie Vertretern von Ämtern und Behörden Szenarien zur Renaturierung der Unterems zur Diskussion gestellt. Ziel aller Vorschläge ist es, die stark beeinträchtigte Unterems zu einer ökologisch intakten Flusslandschaft zu entwickeln und Lebensräume für charakteristische, aber längst verdrängte Arten wiederherzustellen. Aus ökologischer Sicht ist die Ems heute verarmt und soll in der Zukunft wieder zu einem lebendigen Fluss werden, wo sich Störe, Fischotter und sogar Seeadler wieder ansiedeln und vermehren können.

© WWF

Im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Perspektive Lebendige Unterems“ haben die drei Umweltverbände einen „Werkzeugkasten“ von geeigneten Umweltschutzmaßnahmen entwickelt, die entlang der Unterems zwischen Emden und Bollingerfähr für mehr Leben im Fluss sorgen können. Dazu zählen die Anlage von binnendeichs gelegenen Tidepoldern, die Schaffung von Platz für flusstypische Lebensräume durch die Rückverlegung des Deiches, die Revitalisierung von Nebenrinnen und Flussläufen, die Öffnung oder der Rückbau von Sommerdeichen, die Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung im tideoffenen Vorland, die Entwicklung von Röhrichten, Auwäldern und Flachwasserzonen im Vorland und die Verbesserung der Durchgängigkeit an Sielen und Schöpfwerken.

Basis für das Leben in der Ems ist ausreichend Sauerstoff. Im Projekt wurde geprüft in welchem Umfang die Renaturierungsszenarien einen Beitrag zur Lösung der Sauerstoffprobleme leisten können. In der Diskussion ist deutlich geworden, dass eine lebendige Ems Platz braucht. Nun werden die  vielfältigen Anregungen zu den Renaturierungsvorschlägen geprüft und bei der Weiterentwicklung der Szenarien berücksichtigt. Im September soll dann das fertige Renaturierungskonzept der interessierten Öffentlichkeit erneut vor- und zur Diskussion gestellt werden.

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