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Gemeinsam für einen natürlichen Ems-Dollart

Am 2. Dezember 2010 trafen sich zum ersten Mal Naturschützer von beiden Seiten der niederländisch-deutschen Grenze, um gemeinsam die Natur im Ems-Dollart zu retten. Im Ems-Dollart-Regionalbüro in Bad Neuschanz fand das Starttreffen mit dem Titel “Ems-Dollart, Natürlich!” statt und wurde von der niederländischen Organisationen Natuur en Milieufederatie Groningen und Waddenvereniging initiiert.

Treffen der Umweltverbände. © Kristin Wijnia und Ellen Farwick / Natuur en Milieufederatie Groningen / WWF.
Treffen der Umweltverbände. © Kristin Wijnia und Ellen Farwick / Natuur en Milieufederatie Groningen / WWF.

Direkter Anlass für diesen Verbund ist die vorgesehene Ausweisung des Ems-Dollart als Natura 2000-Gebiet. Die Naturschützer begrüßen diese Ausweisung, weil die ökologische Situation im Ems-Dollart erbärmlich ist. Gemeinsam wollen die Organisationen einen konkreten Beitrag für die Realisierung von Naturschutzmaßnahmen liefern.

 

Das Ems-Dollart-Ästuar ist ein besonders erhaltenswertes Naturgebiet, weil es eines der letzten Gebiete Europas ist, wo ein Fluss ungehindert ins Meer fließt. In diesem Gebiet spielen auch viele ökonomische Interessen eine Rolle. Niederländische und deutsche Politiker und Behörden führen bereits Gespräche über die Erstellung eines „Integrierten Management-Plans“, in dem die verschiedenen Interessen abgewogen und aufeinander abgestimmt werden müssen. Die niederländischen und deutschen Naturschutzorganisationen wollen gemeinsam Naturschutzziele für diesen Plan erarbeiten.

Zusammen für einen natürlichen Ems-Dollart. © Kristin Wijnia und Ellen Farwick / Natuur en Milieufederatie Groningen / WWF.
Zusammen für einen natürlichen Ems-Dollart. © Kristin Wijnia und Ellen Farwick / Natuur en Milieufederatie Groningen / WWF.

Ziel des Verbundes ist es, die Kommunikation zu verbessern, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Standpunkte zu formulieren. Die Organisationen wollen gemeinsam Ziele entwickeln und Maßnahmen vorschlagen, um die empfindliche Natur im Ems-Dollart zu schützen.

 

“Natur hört schließlich nicht bei einer Grenze auf”, so Wilfred Alblas, Direktor der Region Nord von Natuurmonumenten und Moderator der Sitzung.  „Vögel fliegen von Ost nach West und umgekehrt. Es gibt nur einen Dollart, und der ist Teil des gemeinsamen Wattenmeeres.  Nur, indem wir zusammenarbeiten, können wir der Natur eine Stimme geben, die wirklich gehört wird.”

 

Im kommenden Jahr werden die Natuur en Milieufederatie Groningen und die Waddenvereniging zusammen mit den Partnern auf beiden Seiten des Dollarts öffentliche Debatten über die Naturentwicklung in der Ems-Dollart-Region organisieren.

Bei diesem ersten Treffen waren anwesend:

  • BUND
  • WWF Deutschland
  • NABU
  • Bürgerinitiative Rettet die Ems
  • De Dyklopers
  • Natuur en Milieufederatie Groningen
  • Waddenvereniging
  • Natuurmonumenten
  • Stichting Het Groninger Landschap
  • Staatsbosbeheer
  • Stichting WAD
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