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Ökosysteme vernetzen

Die beste Strategie, den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, ist daher, die Widerstandsfähigkeit des ökologischen Systems zu stärken und gleichzeitig der genetischen Verarmung Einhalt zu gebieten.

Biogasanlage in Indien. © Sandeep Chamling Rai / WWF
Biogasanlage in Indien. © Sandeep Chamling Rai / WWF

Ein wichtiger Bestandteil der Naturschutzarbeit des WWF vor Ort konzentriert sich auf die Aufforstung mit einheimischen Baumarten, um isolierte Schutzgebiete miteinander zu verbinden. Dadurch werden wertvolle Ökosysteme vernetzt, die die Landschaft strukturieren und wichtige Lebensräume und Wanderkorridore für Pflanzen und Tiere bilden. Die Vielfalt des Systems nimmt zu. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass dies nicht nur Hänge befestigt, die in der Vergangenheit durch unkontrollierten Holzeinschlag entwaldet wurden und nun durch Erdrutsche bedroht sind, sondern zudem Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region schafft.

Durch den vom WWF unterstützten Bau kleinbäuerlicher Biogasanlagen müssen nicht mehr so viele Wälder für Feuerholz eingeschlagen werden. Das Biogas ist ein leicht verfügbarer alternativer Brennstoff und stammt größtenteils aus Rinderdung.

Darüber hinaus setzt sich der WWF gegen Pläne und Entwicklungsvorhaben ein, die durch den Verlust der Artenvielfalt die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme schmälern. Besondere politische Brisanz hat in diesem Zusammenhang der flächenverbrauchende Anbau von Biokraftstoffen in Indien. Zwar ist die Abkehr von fossilen Energieträgern prinzipiell zu befürworten, doch liegt der Teufel bekanntermaßen im Detail, und der Verlust der biologischen Diversität durch Monokulturen könnte letztlich negative Auswirkungen auf den Schutz vor Klimafolgen haben.

Stefan Ziegler, WWF

Der Text "Tauwetter im Himalaja" entstammt dem Buch von S. Ludwig und J. Wilhelm, J. (Hrsg.): Klimawandel und Entwicklungspolitik, erschienen im Iatros Verlag, Dienheim, 2009.

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