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Stand: 13.05.2015

WWF unterstützt Nepal-Büro mit Soforthilfe

Der WWF ist in Gedanken bei den Menschen in Nepal. Das Ausmaß an Schäden und Leid ist entsetzlich. Auch der WWF hat Mitarbeiter dort -  in Kathmandu und in verschiedenen Schutzgebieten im ganzen Land.

Erdbeben in Nepal © picture alliance / ZUMAPRESS.com
Erdbeben in Nepal © picture alliance / ZUMAPRESS.com

Bereits vor dem zweiten Beben am 12.05.15 in Nepal hat der WWF daher beschlossen, seine Mitarbeiter vor Ort mit rund 440.000 US-Dollar Soforthilfe aus seinem internationalen Nothilfefonds zu unterstützen. Die Gelder werden dringend benötigt, um das Wohlergehen und die Sicherheit der WWF-Mitarbeiter, ihrer Familien und Projektpartner vor Ort zu gewährleisten. Die Arbeit in den Projekten und Schutzgebieten muss weitergehen, auch dort ist unmittelbare Aufbauhilfe notwendig.

Bangen um die Mitarbeiter

Das erste große Erdbeben in Nepal Ende April 2015 traf auch die WWF-Mitarbeiter vor Ort wie aus dem Nichts. Sie waren gerade im Feld, als die Katastrophe losbrach und wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Tagelang haben gab es kein Lebenszeichen. Schließlich die erlösende Nachricht: Alle waren wohlauf. Zum Glück deuten erste Berichte aus der erneut erschütterten Region darauf hin, dass den Mitarbeitern und ihren Familien auch diesmal nichts passiert ist. Der WWF versucht weiter, Kontakt aufzubauen und unterstützt Nepal, die Mitarbeiter und ihre Familien, wo immer wir können. Denn sie leisten wertvolle Arbeit und Nepal spielt auch beim Thema Umweltschutz eine wichtige Rolle.

Kleines Land ganz groß im Artenschutz

Nepal ist absoluter Vorreiter im weltweiten Artenschutz und konnte im letzten Jahr zum zweiten Mal "Zero Poaching“ melden – also "Null Wilderei". Kein einziger Elefant, kein Nashorn, Tiger oder anderes Lebewesen wurde im Zeitraum eines Jahres in Nepal gewildert. In den meisten Ecken der Welt grassiert die Wilderei. Nepal liegt als relativ kleines Land im Himalaya mitten zwischen großen und gierigen Nachbarländern und ist doch der Champion im Artenschutz. Hier ziehen Regierung und Bevölkerung vorbildlich an einem Strang.

Nicht aufgeben – auch in der Krise

Die WWF-Mitarbeiter waren nach dem ersten Beben gerade wieder in ihre Räume bzw. eine provisorische Unterkunft gezogen. Es gab keinen Strom, kein fließendes Wasser und kaum die Möglichkeit einer Internetverbindung. Da verkündete Nepals Regierung noch während der Aufräumarbeiten gleich zwei Erfolgsmeldungen für den Artenschutz: Zum einen: Der Bestand von Nepals Nashörnern ist um ein Fünftel gestiegen. Zum anderen: Im Beobachtungszeitraum vom Mai 2014 bis Mai 2015 wurde keines der Dickhäuter gewildert. Ein weiteres Jahr "Null Wilderei" also zumindest schon mal für die Nashörner in Nepal.

Neue Gefahren

Die positiven Nachrichten aus Nepal mitten in Chaos, Not und Leid zeigen, wie wichtig dem kleinen Land das große Thema Artenschutz ist. Doch im Moment kann man nur hoffen, dass Wilderer die Lage nicht ausnutzen. Wie viel Kraft und auch welche Mittel werden Nepals Regierung und Bevölkerung jetzt noch haben? Zwei wichtige Mittel im Kampf gegen die Wilderei sind die Bekämpfung des Schmuggels an den Landesgrenzen und die vielen Schutzgebiete, die Nepal besitzt. Diese werden von Anti-Wilderer-Einheiten und mit modernster Technologie überwacht. Nepal braucht jetzt dringend Hilfe, damit das Erdbeben nicht auch noch für den Artenschutz zum Trauerfall wird.

Von Stephanie Probst

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