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Stand: 28.04.2015

Dzanga-Sangha: Im Dorf der Elefanten

'Bai' bedeutet in der Sprache der einheimischen Bevölkerung "dort, wo die Tiere fressen". © Daniela Hedwig / WWF
'Bai' bedeutet in der Sprache der einheimischen Bevölkerung "dort, wo die Tiere fressen". © Daniela Hedwig / WWF

Das Tropenwaldreservat Dzanga-Sangha verdankt die erste Hälfte seines Namens einem Bach, der durch eine einzigartige Regenwaldlichtung fließt. Sie ist der zentrale Lebensmittelpunkt für eine Vielzahl von Tieren aus den umliegenden Wäldern.

 

Der Pate für die zweite Hälfte seines Namens ist der Sangha-Fluss. Der Sangha ist wichtigste Lebensader für die einheimische Bevölkerung, wie zum Beispiel traditionelle Fischer.

 

Eine der bemerkenswertesten Attraktionen von Dzanga-Sangha sind die sumpfigen Waldlichtungen – die so genannten 'Bais'. 'Bai' bedeutet in der Sprache der einheimischen Bevölkerung "dort, wo die Tiere fressen". Oder, was den konkreten Fall der Dzanga-Bai betrifft, auch das "Dorf der Elefanten".

 

Weshalb suchen so viele Tiere (zeitweise bis zu 150 Elefanten gleichzeitig!)  diese Lichtungen auf? Der Hauptgrund: Der lehmige Boden steckt hier voller für sie köstlicher Mineralsalze. Die Elefanten schürfen sie mit ihren Vorderbeinen und ihrem Rüssel zutage. Dann schlürfen sie genüsslich das mineralstoffreiche Wasser auf. Genauer: Die Dickhäuter saugen die Mineralstoffe mit der Spitze ihres Rüssels auf, aus dem sie zuvor lautstark die Luft ausblasen. Und genau das gehört zur typischen Geräuschkulisse in der Dzanga-Bai, ebenso wie ihr Trompeten oder die verschiedenen Kontaktrufe.

 

Die von den Elefanten angelegten Löcher in der Saline kommen auch vielen anderen Tieren zugute und locken sie dementsprechend an. Waldbüffel etwa, Riesenwaldschweine, Sumpfantilopen oder verschiedene Affenarten. Das in nur zwei Kilometern Entfernung von der Dzanga-Bai gelegene Forschungs- und Wildhütercamp ist ein Garant für den permanenten Schutz eines der größten Elefantenvorkommen in der Zentralafrikanischen Republik.

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