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Stand: 03.03.2016

Salonga: Der größte Regenwald-Park in Afrika

Tief in der Demokratischen Republik Kongo erstreckt sich über 33,350 km² der Salonga National Park. Es ist der größte bewaldete Nationalpark in Afrika und der zweitgrößte Nationalpark der Welt, der vom Tropenwald geprägt ist. Entstanden ist er bereits 1970, seit 1984 zählt er zum Weltnaturerbe.

Der Salonga ist der größte bewaldete Nationalpark in Afrika © Cody Pope / WWF
Der Salonga ist der größte bewaldete Nationalpark in Afrika © Cody Pope / WWF

Die zwei Teile des Parks sind durch den Monkoto-Korridor voneinander getrennt, ein 45 Kilometer breiter Streifen, in dem Anrainer des Parks siedeln. Der Park selber ist nahezu unbewohnt, auch da er nur per Flugzeug oder Boot erreichbar ist. Auch die Peripherie des Parks ist mit nur 3 Einwohnern per km² spärlich besiedelt.

Die Lage des Salonga Nationalparks im Kongo © WWF
Die Lage des Salonga Nationalparks im Kongo © WWF

Im Salonga fühlen sich Waldelefanten, Bonobos, Bongo-Antilopen, Riesenschuppentiere und der Kongo-Pfau zu Hause. Der Park beinhaltet 51 verschiedene Säugetierarten, 129 verschiedene Fischarten und 223 Vogelarten.

 

Besonders für die Bonobos hat der Salonga Park eine herausragende Bedeutung. Als weltweit einziges Schutzgebiet dieser Menschenaffenart leben 40% der gesamten Population in diesem Gebiet. Wilde Bonobos gibt es nur im Kongo südlich des Kongo-Flusses und waren bis 1929 unbekannt. Somit sind sie die zuletzt beschriebene  Menschenaffenart, dennoch gibt es noch vieles über sie, was wir nicht wissen.

 

98,7% des genetischen Codes der Bonobos stimmen mit dem der Menschen überein. Dies macht sie, zusammen mit den Schimpansen, zu unseren engsten Verwandten. Bonobos und Schimpansen sehen sich sehr ähnlich. Unterschiede gibt es aber in der Größe und in der Farbe: Bonobos sind etwas kleiner und dunkler. Auch die Verhaltensweisen unterscheiden sich: Bonobos sind friedlicher als ihre Schimpansen Vettern und die Gruppen werden von Weibchen angeführt.

Patrouillenteam im Salonga Nationalaprk © Cody Pope / WWF
Patrouillenteam im Salonga Nationalaprk © Cody Pope / WWF

Der WWF arbeitet seit 2005 im Salonga Nationalpark und unterstützt die kongolesische Park Behörde ICCN (Institut Congolais pour la Conservation de la Nature). Seit 2006 übernahm der WWF die Führung des Salonga Landschaftsprogramms, bei dem auch andere Organisationen beteiligt sind. Ziel des Programms ist der Erhalt des großen Artenreichtums genauso, wie auch die Nutzung des Waldes als Kohlenstoffspeicher in der nationalen REDD+ Strategie.

 

Im August 2015 gelang der nächste Meilenstein: Der WWF unterzeichnete mit der ICCN einen Vertrag über die partnerschaftliche Leitung des Nationalparks. Dies ermöglichte auch eine Aufstockung der Finanzmittel: EU und KfW erhöhen das Budget und ermöglichen so neues Personal, eine verbesserte Infrastruktur und weitere Entwicklungsprojekte für die Bewohner um den Park.

Oberstes Ziel des WWF ist es, dass der Salonga Nationalpark von der Liste der bedrohten Naturerbestätten gestrichen werden kann und dafür zu sorgen, dass in Salonga das größte zusammenhängende Waldgebiet bestehen bleibt.

 

Unsere Ziele:

  • Verringerung des illegalen Handels mit geschützten und gefährdeten Arten
  • Ein Bewusstsein und öffentliche Teilhabe für die Anstrengungen zum Schutz des Parks schaffen.
  • Die Entwaldung und den Verlust der Biodiversität stoppen
  • Die Schaffung nachhaltiger und alternativer  Entwicklungs- und Einkommensprojekte um die Wilderei einzudämmen
  • Die Entwicklung von Projekten für die lokalen Gemeinschaften innerhalb der REDD+-Strategie
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