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Wie wird der Regenwald von Dzanga-Sangha geschützt?

Beschlagnahmte Waffen und Elfenbein. © Kalpesh Latigra / WWF
Beschlagnahmte Waffen und Elfenbein. © Kalpesh Latigra / WWF

Die Bedrohungen

Illegaler Holzeinschlag, Diamantenschürfer und zunehmender Nutzungsdruck durch Brandrodung. Keine Nachhaltigkeit: Flora und Fauna des Regenwaldes werden zerstört. 

Infolge dessen tiefgreifende sozioökonomische Veränderungen: Einwanderung aus allen Regionen Zentralafrikas. Fischergruppen und BaAka-Pygmäen, die ursprünglichen Bewohner, sind in ihrer Existenz bedroht.

Massive Wilderei reduziert den Bestand der Tiere im Gebiet erheblich. Insbesondere die Waldelefanten wurden stark dezimiert – dank der Arbeit des WWF wurde trotz steigenden Drucks 2011 jedoch erstmals kein einziger Elefant im Gebiet getötet. Ein wachsendes Problem ist der Handel mit Wildfleisch (Bushmeat), der ganze Regionen aller Wildtiere beraubt.

 

Das Programm

Nachhaltiger Schutz des Regenwaldes in Dzanga-Sangha mit dem Ziel, die außergewöhnliche biologische Vielfalt zu erhalten. Voraussetzung für einen dauerhaften Naturschutz ist die Integration der einheimischen Bevölkerung in das Projekt. Denn nur gesellschaftliche Stabilität garantiert erfolgreichen Naturschutz.

 

Das Dzanga-Sangha-Projekt verfolgt demnach einen ganzheitlichen Ansatz: Naturschutz mit und für die Menschen und dient als Modell für etliche andere Schutzgebietsprojekte des WWF im Kongobecken. Bei der Durchführung der konkreten Schutzmaßnahmen hilft das Krombacher Regenwald Projekt.

 

Die Maßnahmen des WWF

Bereich Parkschutz

  • Schutz vor illegalem Holzeinschlag;
  • Schutz der Waldfauna;
  • Unterhalt und Überwachung der Straßen und Wege im Reservat;
  • Patrouillen im Kampf gegen Wilderei;
  • Programm zur Gorilla-Forschung und -Gewöhnung an Öko-Touristen.

Bereich Ausbildung und Integration der einheimischen Bevölkerung

  • Ausbildung und Anstellung von Park-Rangern in einem eigens aufgebauten Aus- und Weiterbildungszentrum;
  • Ausstattung der Park-Ranger;
  • Ausbildung von Touristenführern;
  • Stärkung der indigenen BaAka Pygmäen zur Wahrung ihrer Rechte, Kultur und traditionellen Wissens;
  • Aufbau und Betrieb einer Krankenstation;
  • Beteiligung der Bevölkerung an Tourismus-Einnahmen, Parkmanagement und Landnutzungsplanung in der Pufferzone;
  • Nachhaltige Verbesserung der Landwirtschaft zur Reduktion der Brandrodung;
  • Umwelterziehung in Schulen, Naturklubs für Kinder und Jugendliche.

Bereich Ressourcennutzung

  • Aufbau einer ökologischer Forstwirtschaft;
  • Bestandsaufnahme und „Monitoring“ (Bestandsüberwachung) der Tierwelt;
  • Beaufsichtigung des legalen Holzeinschlags;
  • Förderung einer schonenden Nutzung von Tropenwaldressourcen durch Jagd, Fischerei und dem Sammeln diverser Waldprodukte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung im Umfeld des Schutzgebietes.

Bereich Verwaltung WWF

  • Verwaltung des Schutzgebietes;
  • Unterstützung von lokalen Entwicklungsmaßnahmen;
  • Schlichtung bei Nutzungskonflikten;
  • Kapazitätsaufbau und Unterstützung der staatlichen Organe.
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