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Mekong-Artenreport: Jeden zweiten Tag eine neue Art

Wer schon immer einmal davon geträumt hat, eine eigene Tier- oder Pflanzenspezies zu entdecken, dem sei eine Reise in die Mekong-Region dringend empfohlen. Innerhalb eines Jahres, von 2010 bis 2011, gelang es Forschern hier, 208 bislang unbekannte Arten erstmalig zu beschreiben.

© Adam Oswell / WWF
© Adam Oswell / WWF

Insgesamt waren es 145 Pflanzen, 28 Reptilien, 25 Fische, sieben Amphibien, zwei Säugetiere und ein Vogel. Darunter spektakuläre Zeitgenossen wie der „stupsnasige Elvis-Affe“, ein psychodelischer Gecko und eine sich selbst klonende Eidechse. Rein statistisch gesehen, gab es in der Mekong-Region fast jeden zweiten Tag eine Neuentdeckung.

Die Region um den südostasiatischen Strom gilt aufgrund seiner biologischen Vielfalt als eine wahre Wundertüte des Lebens. Dafür verantwortlich sind die geografischen und klimatischen Besonderheiten. Das Einzugsgebiet des Mekong umfasst eine Fläche von insgesamt 800.000 Quadratkilometer. Der Strom durchfließt die Länder China, Thailand, Myanmar (Birma), Laos, Kambodscha und Vietnam. Die Artenvielfalt in der Mekong-Region ist fast so gewaltig wie die Amazuoniens.

 

So groß die Freude über die neuen Arten auch sein mag, so groß ist ebenfalls die Sorge, sie schon in naher Zukunft wieder zu verlieren. Nicht nur die Stupsnasen-Affen sondern auch andere der nur hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sind durch den Bau von Straßen, Dämmen und schnell wachsende Städte stark bedroht.

 

Der aktuelle WWF-Bericht „Wild Mekong“ ist der vierte Report über neu entdeckten Arten seit 2008. Insgesamt wurden seit 1999 über 1.500 neue Tier- und Pflanzenarten in der Region „Greater Mekong“ wissenschaftlich beschrieben.

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