WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 12.09.2013

Asiens Einhorn und Huftiere in Hundegröße

Das Einzugsgebiet des mächtigen Mekong ist eine der erstaunlichsten Öko-Regionen der Welt. Noch immer werden in Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam und China jedes Jahr zu hunderten neue Arten entdeckt. Allein vier neue Huftiere wurden dort in den letzten 20 Jahren entdeckt, vom mythenumrankten Saola bis zu Minihuftieren von der Größe einer Katze. Ihre Zukunft ist aber höchst unsicher – und einige haben schon keine mehr.

Die Vielfalt in Asiens Garten Eden ist bedroht. In einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen der Welt wurde in den letzten 40 Jahren ein Drittel des Waldes abgeholzt. Der Bestand an Wasserbüffeln, wilden Rindern, Hirschen und anderen Huftieren geht rapide zurück. Kahlschlag, Wilderei und Infrastrukturprojekte bedrohen viele Arten – oder lassen sie manchmal sogar verschwinden, bevor sie wirklich erforscht sind.

Dies hat auch verheerende Effekte auf den König der Wälder: Der Tiger braucht gerade diese Huftiere als Beute. Die Zahl der Tiger in der Mekong-Region ist seit 1998 von 1200 auf 350 zurückgegangen – nicht zuletzt wegen fehlender Beute.

Tigerschutz braucht also auch den Schutz dieser Huftiere, beispielsweise vor Wilderei. Der WWF versucht, das Überleben der Huftiere mit einer Reihe von Maßnahmen zu sichern: Der WWF unterstützt die Einrichtung und Durchsetzung von Schutzgebieten, forstet Waldkorridore auf, kämpft gegen verheerende Infrastrukturprojekte, fördert nachhaltige Forstwirtschaft – und bekämpft die Wilderei. Alleine in Vietnam werden von lokalen Kräften des WWF jährlich über 14.000 Fallen zerstört.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF