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Stand: 20.02.2018

Geburtshöhlen für die Saimaa-Robben verdreifachen den Bestand

Die Ringelrobben-Unterart (Pusa hispida saimensis) lebt nur am Saimaa-Seen-System in der subpolaren Zone. Neben der Ladoga-Ringelrobbe ist sie die einzige Art, die ausschließlich im Süßwasser lebt. Und es bleibt nach wie vor viel zu tun, um die Saimaa-Robbe vor dem Aussterben zu retten. Anfang des 20. Jahrhunderts mögen es noch knapp tausend Exemplare gewesen sein. 1980 waren vor allem durch Jagd gerade mal 120 übrig. Durch die Arbeit des WWF hat sich die Zahl der Robben seitdem immerhin auf 380 Exemplare mehr als verdreifacht.

Die Robben brauchen Schnee

Doch immer noch stellt der Fischfang ein Problem dar. Vor allem die Robbenkinder ertrinken in den Netzen. Mit dem Klimawandel gibt es nun eine neue Gefahr für die Robben. Sie brauchen dringend schneereiche Winter, um ihre Geburtshöhlen zu bauen. Dort ist der Nachwuchs sicher vor Kälte, Raubtieren und Störungen. Weil die Winter in den vergangenen Jahren zu warm waren, bauen Mitarbeiter des WWF Finnland zusammen mit Freiwilligen seit mehreren Wintern Höhlen für die Robben. Eine Aktion, die funktioniert hat. 2017 zählten die Naturschützer 81 Jungtiere, rund 90 Prozent von ihnen waren in den angehäuften Schneehöhlen zur Welt gekommen.

Saimaa-Ringelrobbe © WWF Finnland
Saimaa-Ringelrobbe © WWF Finnland

Die Notlage der Saimaa-Robben zeigt exemplarisch, was sich in vielen Teilen der Welt ereignet, wenn sich der Planet weiter erwärmt. 2017 gehörte erneut zu den wärmsten jemals aufgezeichneten Jahren.

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