Wildnis erhalten und naturverträgliche Nutzung fördern
Brandenburg verfügt noch über bundesweit bedeutsame Naturschätze. Deshalb fördert der WWF dort mehrere Projekte: Unter Mitwirkung der Umweltstiftung wurde die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, Flächen für die Entwicklung großer Wildnisgebiete auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Brandenburgs zu erwerben.

In dem 90.000 Hektar großen Naturpark Uckermärkische Seen wiederum, einem Naturschutzprojekt von bundesweiter Bedeutung, sind Flächenschutz, eigendynamische Naturentwicklung, naturverträgliche Regionalentwicklung und Besucherlenkung die Ziele.
Darüber hinaus hat der WWF besonders schützwürdige Flächen erworben, um diese vor drohender Nutzung zu bewahren und den dort lebenden Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum zu erhalten. Dazu gehört zum Beispiel der Rosinsee, ein eiszeitlich entstandener Klarwassersee oder das Naturschutzgebiet „Damerower Wald". Dieser kuppige, von Erlenbrüchen durchsetzte Buchenwaldkomplex wurde früher forstwirtschaftlich genutzt. Der WWF hat diese Nutzung beendet und Renaturierungsmaßnahmen eingeleitet.
Was lange währt, wird endlich gut
Nach Jahren der Verhandlungen und Lobbyarbeit sind dem WWF Ende September 2010 von der bundeseigenen BVVG (Bodenverwertungs und - verwaltungs GmbH) die ersten 680 Hektar aus dem Nationalen Naturerbe in Brandenburg übertragen worden. Zum bereits bestehenden WWF-Wildniswald Damerow (130 Hektar, FFH-Gebiet und Schreiadler-Brutgebiet) kommen nun angrenzende Wiesen und Bruchwälder in einer Größe von 160 Hektar hinzu. Damit ist ein großflächiger Biotopverbund über WWF-Schutzflächen geschaffen.
Neben dem Schreiadler sind Schwarzstorch und Fischotter wichtige Leitarten dieser Region. Frische Fischotterspuren konnten bei einer ersten Erfassung des Flächenzustandes durch die WWF-Experten vor Ort nachgewiesen werden. Außerdem befinden sich nun 15 wertvolle, zum Teil nährstoffarme Klarwasserseen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in WWF-Eigentum. Weitere rund 300 Hektar sollen in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an den WWF übertragen werden.
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