Die Amur-Region
Das Amur Gebiet erstreckt sich mit rund 2,1 Millionen Quadratkilometern - viermal so groß wie Spanien - über den fernen Osten Russlands, die Ostmongolei und den Nordosten von China. Es wird vom gewaltigen Fluss Amur beherrscht und vereint subarktische (Taiga) und temperierte Flora und Fauna in einzigartiger Vielfalt. Hier erstrecken sich ausgedehnte, zum Teil noch unberührte Laub- und Nadelwälder. Sie sind die Heimat der letzten 450 bis 500 Amur-Tiger (auch Sibirischer Tiger genannt).

Vom Riesenseeadler bis zum Amur-Leoparden
Die Amur-Region liegt vor allem auf dem Territorium Russlands und Chinas (Heilong ist der chinesische Name des Amur-Flusses) sowie Nordkoreas und der Mongolei. In ihren riesigen, ursprünglichen Laub- und Mischwäldern mit über 400 Baumarten lebt die letzte größere Population des majestätischen Amur-Tigers.
Auch andere der hier heimischen Tiere und Pflanzen gehören zu den weltweit am meisten gefährdeten Arten: Etwa der Amur-Leopard, von dem nur noch rund 35 bis 40 Tiere in freier Wildbahn leben. Darüber hinaus ist die Region Heimat von Moschustier, Kragenbär, Mandschurenkranich, Amur-Katze, Zobel und Riesenseeadler sowie von zahlreichen endemischen Arten – also solchen Spezies, die nur hier zu finden sind.

Aktionen gegen die Naturzerstörung
Seit 1993 engagiert sich der WWF in der Amur-Region für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielseitigen Aufgaben lassen sich nur in Kooperation mit anderen nationalen und internationalen Organisationen und mit Unterstützung der Behörden realisieren. Trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen fördert der WWF weiterhin die Ausweitung von Schutzgebieten. Darüber hinaus sollen die bestehenden Schutzgebiete erweitert und benachbarte miteinander vernetzt werden. Schließlich sollen die Verantwortlichen der bereits bestehenden Schutzgebiete dabei unterstützt werden, ihre vielseitigen Aufgaben wie die Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Holzeinschlags effizient zu bewältigen.
Bestandesentwicklung
Um aktuelle Informationen über die Bestandesentwicklung und die Verbreitungsgebiete der Tiger und Leoparden zu bekommen, werden alle fünf bis acht Jahre Erhebungen (Monitoring) durch Experten des WWF und seiner Partner durchgeführt. So konnte durch die letzten Zählungen ein wachsender Bestand des Amur-Tigers nachgewiesen werden. Beim Amur-Leoparden hingegen kann leider noch kein Populationszuwachs verzeichnet werden. Dessen stabile Zahlen beweisen jedoch, dass auch hier die Schutzmaßnahmen greifen.

Artenvielfalt der Ökoregion Amur
Mit 4.444 Kilometern Länge ist der Amur einer der längsten noch frei fließenden Flüsse der Welt. Ideale Heimat für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. mehr >>>
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