WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 12.08.2013

Schutz der Hohen See im Südost-Pazifik

Der WWF Deutschland unterstützt den WWF Chile bei der Erarbeitung von effektiven Schutzmaßnahmen für die faszinierende Unterwasserwelt im pazifischen Ozean. Eines der beeindruckendsten Meeresgebiete in dieser Region findet sich entlang der beiden Ozeanrücken Salas y Gomez Ridge sowie Nacza Ridge - mit vielfältigen Lebensräumen und zahlreichen Arten rund um die über 100 Seeberge dieser ozeanischen Gebirgszüge. 

Blauflossentunfisch © naturepl.com / Visuals Unlimited / WWF-Canon
Blauflossentunfisch © naturepl.com / Visuals Unlimited / WWF-Canon

Der überwiegende Teil dieser über 2.000 km langen Ozeanrücken liegt jenseits der chilenischen und peruanischen Gewässer, in der sogenannten Hohen See jenseits nationaler Zuständigkeit. Dies hat zur Folge, dass Schutzmaßnahmen nicht von einem einzelnen Staat verabschiedet werden können, sondern dass sich die internationale Staatengemeinschaft einvernehmlich auf den Schutz dieser Gebiete verständigen muss.

Der WWF baut vor allem darauf, dass die für den Südlichen Pazifik zuständige regionale Fischereimanagement-Organisation - South Pacific Regional Fisheries Management Organisation (SPRFMO) – geeignete Maßnahmen verabschiedet. Der WWF erarbeitet zu diesem Zweck einen Vorschlag zur Ausweisung der Ozeanrücken als Meeresschutzgebiet, einschließlich eines Entwurfes für einen Managementplan mitsamt einer Reihe von gezielten Schutzmaßnahmen. Das Hauptziel ist, die Lebensräume sowie die Artenvielfalt vor schädigenden Auswirkungen der Fischerei zu bewahren. Es ist geplant, im Laufe des Jahres 2014 der SPRFMO einen offiziellen Vorschlag zum Schutz des Gebietes vorzulegen.

Schwertfisch © naturepl.com / Jeff Rotman / WWF-Canon
Schwertfisch © naturepl.com / Jeff Rotman / WWF-Canon

Um die Bedeutung dieser Meeresregion international anerkennen zu lassen, hat der WWF diese Ozeanrücken anhand vorgegebener wissenschaftlicher Kriterien als „ökologisch oder biologisch bedeutsames Meeresgebiet“ (“ecologically or biologically significant marine area“ (EBSA) beschrieben und bei der CBD (Übereinkommen über die biologische Vielfalt) angemeldet. Über eine Anerkennung dieses Meeresgebietes als EBSA wird die 12. Konferenz der Vertragsstaaten der CBD (Oktober 2014, Südkorea) entscheiden.

Ein Meeresschutzgebiet für diese Ozeanrücken hätte weit mehr zu bieten als Heimstätte für Blauwale und andere Meeressäuger sowie Meeresschildkröten oder Schwert- und Thunfische zu sein. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind 46 % der hier lebenden Wirbellose und 41 % der Fischarten nur entlang dieser beeindruckenden Kette aus ca. 110 Seebergen zu finden.

Insgesamt umfasst das Gebiet vulkanischen Ursprungs 415.000 km² und ist in Höhe, Länge und Breite mit den Anden vergleichbar, die die südamerikanische Geographie prägen.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Retten Sie die
grauen Riesen
Retten Sie die
grauen Riesen