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Stand: 12.08.2013

Meeresschutzgebiete in Chile und Peru

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) verpflichtet, in allen Weltmeeren repräsentative Netzwerke von Meeresschutzgebieten auszuweisen, die bis zum Jahr 2020 mindestens 10 % der Ozeane umfassen sollen. Bis heute sind allerdings nur 1,6 % der Weltmeere geschützt.

Peale Delfin © Francisco Viddi / WWF Chile
Peale Delfin © Francisco Viddi / WWF Chile

Vor diesem Hintergrund unterstützt der WWF Deutschland die Arbeit des WWF in Chile und Peru sowie der relevanten Behörden bei deren Bemühungen, Netzwerke von Meeresschutzgebieten in den nationalen Gewässern zu identifizieren, auszuweisen und effektiv zu regulieren.

Im Vordergrund steht der Schutz der ungewöhnlichen Artenvielfalt dieser marinen Gebiete. Um die Biodiversität langfristig zu erhalten, möchte der WWF mindestens 10 % der Meeresgewässer unter effektiven Schutz stellen.

Seelöwen © Francisco Viddi / WWF Chile
Seelöwen © Francisco Viddi / WWF Chile

Die Meeresgewässer vor der viele tausend Kilometer langen peruanischen und chilenischen Küste sind durch vielfältige Lebensräume sowie – insbesondere im Norden - eine außergewöhnliche Produktivität aufgrund der Auftriebsgebiete gekennzeichnet. Das hohe Planktonvorkommen unterhält riesige Fischschwärme, von denen wiederum Wale, Delphine oder Haie sowie bedeutende Seevogelpopulationen leben. Entsprechend sind diese Gewässer aber auch ein begehrtes Zielgebiet der Fischfangflotten. Die südliche Küste in Chile ist stark zerklüftet, mit hunderten vorgelagerten Inseln sowie zahlreichen Fjorden; weitestgehend unbevölkert, bietet diese Region bis heute noch intakte und entsprechend wertvolle Naturräume für Pflanzen und Tiere.

Schwerpunkt der aktuellen Arbeit in Chile ist die Ausweisung eines Meeresschutzgebietes im Golf von Corcovado, insbesondere zum Schutz der dortigen Population von gefährdeten Blauwalen. Im Fokus steht die Erarbeitung von fachlich-technischen Dokumenten für die Schutzgebietsausweisung sowie für ein geeignetes Maßnahmenpaket. Dabei arbeitet der WWF gezielt mit den relevanten Interessensgruppen sowie nationalen Behörden zusammen.

In Peru arbeitet der WWF vor allem an der Entwicklung und Umsetzung von Managementplänen für das 2009 ausgewiesene Netzwerk von Meeresschutzgebieten „Guano Islands and Mainland Points System National Reserve“. Das Schutzgebiet umfasst 22 der peruanischen Küste vorgelagerten Inseln sowie elf Küstenabschnitte, welche zusammengenommen die diversen Lebensräume sowie die Artenvielfalt repräsentieren. Im Fokus steht die Erarbeitung von Zonierungs- und Nutzungskonzepten für das Gebiet. Zudem ist geplant, Strategien für die Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Dabei arbeitet der WWF mit lokalen Akteuren und den relevanten nationalen Behörden zusammen.

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