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Stand: 18.07.2013

Kein Stück weiter! Was wir für Virunga tun

Entschlossen gegen verschlossene Türen: Warum wir für die Zukunft Virungas an drei Fronten kämpfen – und warum Deutschland dabei besonders wichtig ist.

Abholzung in Virunga © naturepl.com Jabruson / WWF Canon
Abholzung in Virunga © naturepl.com Jabruson / WWF Canon

Unternehmen

Bisher haben sich der französische Konzern Total und die britische Firma Soco International um Bohrrechte in Virunga bemüht. Unser jahrelanger Druck auf Total zeigte schon Wirkung: Der Mineralölkonzern gab seine Ambitionen auf, nachdem eine Umfrage des WWF deutlich gemacht hatte, dass die große Mehrheit der Bevölkerung es "sehr begrüßen" würden, wenn französische Firmen Weltnaturerbestätten respektieren würden. Ein noch höherer Prozentsatz sieht auch die Finanzpartner der Öl-Firmen in der Verantwortung.

SOCO International ist eine deutliche härtere Nuss. Kein Verbraucher kauft direkt bei SOCO. Aber wir werden genau hinschauen, was SOCO macht, welches Geld wohin fließt – und woher es kommt. Und dort arbeiten, wo wir SOCO treffen können: Bei den Investoren.

Politik

Keine Ölexplorationen in Nationalparks © Brent-Stirton Getty Images / WWF-Canon
Keine Ölexplorationen in Nationalparks © Brent-Stirton Getty Images / WWF-Canon

Es liegt bei der Regierung in Kinshasa, den Nationalpark per Gesetz für die Ölförderung zu öffnen – oder den Wert Virunga nachhaltig für Mensch und Umwelt zu erhalten. Gerade Deutschland hat dabei eine entscheidende Rolle: Als größter Geber von Entwicklungshilfe findet die Bundesregierung besonderes Gehör in der Demokratischen Republik Kongo.

Der Bundestag äußerte sich schon im Juni 2013 zum Thema. Die Abgeordneten zeigten sich besorgt, dass Kinshasa Ölexplorationen in allen Nationalparks, "einschließlich des Virunga-Vulkan-Gebiets mit seinen unermesslichen Naturschätzen und in den Unesco-Weltnaturerbegebieten" gesetzlich erlauben will. Die Bundesregierung wird in der Vorlage aufgefordert, auf die Regierung in Kinshasa mit dem Ziel einzuwirken, vom "vorliegenden Gesetzentwurf zur Legalisierung von Ölbohrungen in Schutzgebieten Abstand zu nehmen".

Auch Entwicklungsminister Dirk Niebel, der schon selbst vor Ort war, hat bereits mehrfach bei der kongolesischen Regierung interveniert und die deutsche Position deutlich gemacht, etwa beim Besuch des Premierministers Augustin Matata Ponyo Ende 2012 in Berlin. Dr. Christian Ruck, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU Fraktion und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wird noch im August auf Initiative des WWF in den Kongo fliegen, um weitere Gespräche mit Regierungsvertretern zu führen. Es darf kein Gesetz zur Legalisierung von Ölförderung in Nationalparks geben!

Öffentlichkeit

Wir werden in die Öffentlichkeit gehen. Laut und deutlich sagen: Keine Ölförderung in Virunga! Bis hierher und nicht weiter. SOS Virunga! Ihr werdet es hören! Und die es in der Hand haben – die auch!

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