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WWF-Plan zur Bewahrung unseres kostbarsten Gutes

Anlässlich der Internationalen Süßwasserkonferenz in Bonn veröffentlichte der WWF im Dezember 2001 einen Fünf-Punkte-Plan zum Schutz der weltweiten Trinkwasserreserven. Damit rief die weltgrößte Naturschutzorganisation die teilnehmenden Regierungen und Organisationen zum Handeln auf, um eine drohende Wasserkrise abzuwenden.

© Adam Oswell / WWF
© Adam Oswell / WWF

Der Fünf-Punkte-Plan des WWF empfiehlt Regierungen, internationalen Entwicklungshilfeorganisationen, Kreditgebern wie der Weltbank und Unternehmen:

  1. Süßwasser-Ökosysteme und ihre Einzugsgebiete besser zu schützen und den Wasserhaushalt schonend zu bewirtschaften. 
  2. Feuchtgebiete in Gebirgen besser zu schützen. 
  3. Die Renaturierung wichtiger Süßwasser-Ökosysteme zu finanzieren.
  4. Gegebenenfalls Staudämme stillzulegen, wenn sie aus wirtschaftlicher, sozialer oder ökologischer Sicht ihre Funktion nicht erfüllen.
  5. Eine Verpflichtung zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der weltweiten Wasservorräte.

 

Noch ist es möglich, eine Zukunft mit genügend gutem Trinkwasser für alle zu sichern. Das gelingt nur, wenn wir die Süßwasser-Ökosysteme erhalten - und jegliche Vergeudung vermeiden.

Sauberes Wasser wäscht Armut weg

Der Schutz von Feuchtgebieten und Süßwasser allgemein schafft Arbeit und Gesundheit in Entwicklungs- und Schwellenländern, stellte der WWF in einer umfangreichen Studie anlässlich des letzten UN-Weltgipfels fest. Der Report untersuchte den Erfolg von WWF-Projekten in Brasilien, Kolumbien, China und Südafrika.

 

Beispiel Brasilien: Seit die Seen in den Überschwemmungsgebieten des Amazonas nachhaltiger genutzt werden, hat sich die Fischproduktion dort rasant erhöht – um 60 Prozent binnen eines Jahrzehnts.

 

Erfolge zeigen auch Projekte in Asien: Nachdem in China Seen wie der Dongting wieder an den Fluss Jangtse angeschlossen worden waren, konnten die ansässigen Bauern ihre Felder intensiver bewässern, deshalb mehr Pflanzen anbauen und so ihre Einkommen verdoppeln.

 

Ein weiteres Beispiel beschreibt der WWF-Report in Südafrika. Das Projekt „Working for Wetlands“ schuf 1.400 neue Arbeitsplätze vor allem für Frauen und bewahrte zugleich 40 bedrohte Auenlandschaften.

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