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Stand: 30.06.2014

Der Große Panda

Der Große Panda lebt nur dort, wo Bambus wächst. Doch die Heimat der Pandas, die Laubmischwälder Chinas, Nord-Myanmars und Nord-Vietnams mit ihrem Bambus-Unterwuchs, wurden größtenteils abgeholzt und in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt. Derzeit leben in China noch etwa 1600 Tiere in kleinen Waldinseln auf schroffem und steilem Terrain inmitten von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Straßen, Schienen und Siedlungen.

Großer Panda. © Bernard de Wetter / WWF
Großer Panda. © Bernard de Wetter / WWF

Allein in der dicht besiedelten Provinz Sichuan wurde in den 1970er und 1980er Jahren die Hälfte des Lebensraumes des Pandas zerstört. Die chinesische Regierung hat der Abholzung der Baumbuswälder 1998 ein Ende gesetzt. Damit steigen die Chancen, die seltenen Bären vor dem Aussterben zu bewahren. Allerdings sind die verbliebenen Gebiete bereits sehr fragmentiert. 

 

Bär mit falschem Daumen

Die Frage, ob der Große Panda zur Familie der Kleinbären oder der Großbären gehört oder sogar in eine eigene Familie einzuordnen ist, hat Wissenschaftler lange Zeit beschäftigt. Mittlerweile geht man davon aus, dass er der Familie der Ursidae (Großbären) zugehörig ist. Von den sieben anderen Großbären unterscheidet er sich vor allem dadurch, dass er keinen Winterschlaf hält - seine Bambusnahrung ist schließliche immer verfügbar - und einen zum „falschen Daumen“ entwickelten Handgelenkknochen besitzt, mit dem er seine Bambusnahrung greifen kann.

 

Als einzige Vertreter der Bärenfamilie ernähren sich Pandas fast ausschließlich vegetarisch, nämlich von Bambusblättern und -stengeln, bis zu 12 Kilogramm am Tag. Diese große Menge benötigen sie, weil sie im Gegensatz zu Wiederkäuern wie Kühen oder Schafen die meisten der aufgenommenen pflanzlichen Nährstoffe nicht verwerten können. Deshalb müssen Pandas bis zu 15 Stunden am Tag fressen.

Zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr wird eine Pandabärin zeugungsfähig. Alle zwei bis drei Jahre bringt sie dann, nach drei bis fünfeinhalb Monaten Tragzeit, meist zwei hamstergroße Pandajungen zur Welt, von denen aber fast immer nur eines überlebt. Diese Jungen haben bei der Geburt allerdings kaum Ähnlichkeit mit ausgewachsenen Pandas - schwarz-weiß werden die Jungen erst im Alter von etwa drei Wochen, vorher sind sie rosa und zunächst fast haarlos.

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