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Lebendige Schutzgebiete und keine "Paper parks"

© Simon Rawles / WWF-Canon
© Simon Rawles / WWF-Canon

Nur wenn es uns gelingt, ein global repräsentatives Schutzgebietssystem aufzubauen und langfristig zu sichern, können wir die Artenvielfalt für zukünftige Generationen erhalten. Auch wenn in den letzten Jahren viele neue Schutzgebiete eingerichtet wurden, sind wir von diesem Ziel noch weit entfernt. Denn dort, wo Schutzgebiete eingerichtet wurden, handelt es sich zu oft immer noch um so genannte "paper parks" – die zwar auf dem Papier existieren, im Gelände aber nicht vor Raubbau geschützt werden.

 

Vor allem in den Entwicklungsländern stehen oft nicht ausreichend Mittel zur Verfügung, um notwendige Gehälter, Infrastruktur und Ausrüstung zu finanzieren, um damit die Artenvielfalt zu schützen. Ein besonders gravierendes Problem ist dort die nicht dauerhafte Finanzierung der Betriebskosten von Schutzgebieten. Wird bei deren Einrichtung in den ersten Jahren die Mittelausstattung oft durch Projektfinanzierungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sichergestellt, stehen die Schutzgebiete nach Ablauf dieser Finanzierungen oft wieder ohne dauerhafte Mittel dar und verkommen zu "paper parks".

 

Um die Herkulesaufgabe einer nachhaltigen Finanzierung der Betriebskosten global bedeutender Schutzgebiete zu meistern, braucht es deshalb neue Wege des Schutzgebietsmanagements, der Mittelbeschaffung und der Naturschutzfinanzierung. Dies kann nur gelingen, wenn Umweltverbände, Regierungen und die Privatwirtschaft gemeinsam neue Instrumente entwickeln und umsetzen. Wie zum Beispiel Umweltfonds.

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