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Warum Waldschutz – und wie?

Rund ein Drittel der weltweiten Landmassen, etwa 4 Milliarden Hektar, sind von Wäldern bedeckt – von den Tropen über die gemäßigten Breiten bis zu den borealen Weiten des Nordens und den „kalten“ Regenwäldern des Südens.

Regenwald von Dzanga-Sangha, Zentralafrika. © Sylvia Becker / WWF
Regenwald von Dzanga-Sangha, Zentralafrika. © Sylvia Becker / WWF

All diese Wälder sind Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Von den etwa 1,8 Millionen beschriebenen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde (etwa 9,5 Millionen Spezies werden laut Weltnaturschutzunion IUCN insgesamt vermutet) leben laut renommiertem World Resources Institute in Washington etwa zwei Drittel im Wald. Wälder sind damit die artenreichsten Lebensräume überhaupt.

 

Doch Wälder sind nicht nur außerordentlich wichtig für die biologische Vielfalt. Sie sind zugleich Lebensraum, Lebensgrundlage und Speisekammer für Millionen von Menschen. Mindestens 60 Millionen Menschen leben direkt im und vom Wald.

 

Darüber hinaus produzieren Wälder Sauerstoff und speichern Kohlendioxid. Sie sind Wasserspeicher, schützen vor Überschwemmungen und bewahren den Boden vor Erosion. Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge stellen Wälder im globalen Durchschnitt Dienstleistungen und Rohstoffe im Wert von etwa 750 Euro pro Hektar und Jahr zur Verfügung.

Wir verlieren immer mehr Wälder

Doch die Wälder sind in Gefahr. Weltweit hat der Mensch bereits mehr als die Hälfte der Wälder vernichtet. Die Entwaldungsrate ist nach wie vor ungebremst. Rund um den Globus gehen jedes Jahr 13 Millionen Hektar Wald verloren – so viel wie 35 Fußballfelder pro Minute. Illegaler Holzeinschlag, Brandrodung oder Umwandlung in Agrarland sind die Hauptursachen. Der meiste Wald schwindet in den artenreichen Tropen. Doch Europa hat in den vergangenen 8.000 Jahren bereits 80 bis 90 Prozent seiner einstigen Bewaldung verloren.

 

Gleichzeitig nimmt auch die ökologische Qualität der Wälder ab. Nur noch etwa 40 Prozent der verbliebenen Wälder können als intakt und unzerschnitten angesehen werden. Und knapp 40 Prozent davon wiederum gelten als ernsthaft bedroht – durch Abholzungen, Straßenbau, durch von Menschen gelegte Feuer und Umwandlung in landwirtschaftliche Flächen.

Das größte Waldschutzprogramm der Welt

Mit mehr als 300 Projekten in fast 90 Ländern setzt sich der WWF für die Bewahrung der Wälder ein – durch Ausweisung von Schutzgebieten genauso wie durch Förderung naturnaher Forstwirtschaft. Gleichzeitig versucht der WWF, mit Hilfe einer nachhaltigen Naturschutzfinanzierung das Schutzgebietsnetz dauerhaft zu sichern

 

Dank des größten Waldschutzprogramms der Welt kann der WWF konkrete Erfolge vorweisen: Bis heute stehen weltweit bereits etwa zehn Prozent aller Wälder unter Schutz. Zugleich sind inzwischen über 134 Millionen Hektar Wald weltweit durch nachhaltige Nutzung vor Raubbau geschützt – durch das vom WWF geförderten Zertifizierungssystem des Forest Stewardship Council (FSC).

 

Heute findet der Waldverlust zum überwiegenden Teil in den Tropen statt. Doch Europa hat in den vergangenen 8.000 Jahren bereits 80 bis 90 Prozent seiner einstigen Bewaldung verloren.

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