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Stand: 20.05.2015

Der Modelansatz des Carbon Map und Model Projektes

Partizipative Kartierung mit lokalen Gemeinden © WWF-US / Julie Pudlowski

Innerhalb des Modelansatzes wurden nach Analyse der Entwaldungstreiber in der Mai Ndombe Region verschiedene, an die lokalen Bedingungen angepasste Strategien zur CO2 Reduktion entwickelt. In einer Kosten-Nutzen-Analyse wurden sie bezüglich ihrer Effizienz und Machbarkeit geprüft.  

Diese gilt es, in verschiedenen Modelaktivitäten mit lokalen Kommunen und Partnern aus der Privatwirtschaft, einem Viehzüchter und einer Holzkonzession, umzusetzen. 

 

Geprüfte Maßnahmen:

  • Nachhaltige Forstwirtschaft durch die Einführung ressourcensparender Holznutzungstechniken (Reduced Impact Logging)
  • Verbesserung des Weidemanagements und stärkere Kontrolle anthropogener Feuer
  • Überführung von Holzkonzessionen in geschützte Waldflächen
  • Reduzierung der Brandrodung im Wanderfeldbau und Unterstützung der Kleinbauern, um einen effizienteren Feldbau auf kleinerer Fläche zu realisieren
  • Wiederaufforstung ausgelaugter und brachliegender Felder mit Nutz- und Fruchtbäumen

Unterstützung des Aufbaus eines subnationalen REDD+ Programms in der Mai Ndombe Region

Samenbank für Agroforstsysteme (Wiederaufforstung) © WWF-US / Julie Pudlowski

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist ein REDD+Pionierland auf dem Afrikanischen Kontinent.  Schon seit 2009 engagiert sich das Land in diesem Prozess und hat mit Hilfe verschiedener Strukturen, wie der FCPF (Forest Carbon Partnership Facility), UN-REDD oder des FIP (Forest Investment Programs), eine eigene nationale REDD+ Strategie entwickelt, die nun in der Mai Ndombe Provinz in einem REDD+ Programm umgesetzt wird.

 

Durch die Beteiligung des Projektes an der Entwicklung des subnationalen REDD+ Programms und dessen Umsetzung in der Modelregion Mai Ndombe ergibt sich ein „Feedback Loop“: Innerhalb des Projektes werden Konzepte, beispielsweise für das Monitoring der Emissionen, Sicherungskriterien („Safeguards“) für Biodiversitätsschutz und Berücksichtigung der Landrechte sowie sozial verträgliche und transparente Verteilungsmechanismen für REDD+ Gelder ausgearbeitet und getestet. Diese Kriterien und Mechanismen werden wegweisend für die Region Mai Ndombe und können dann als Model  für die Ausweitung von REDD+ in weitere Regionen dienen.

Aufbau nationaler Kapazitäten (Wissen und technisches Knowhow)

Aurelie Shapiro (WWF) mit OSFAC Fernerkundungsspezialisten, Kinshasa, DR Kongo © WWF / Matthias Dehling

Das Projekt fördert die Vernetzung verschiedener kongolesischer Institute und Behörden im Bereich Waldschutz und Fernerkundung, beispielsweise zwischen der nationalen Wald- und Forstwirtschaftsbehörde (DIAF), der Behörde zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung (DDD), beide sind dem kongolesischen Umweltministerium (MEDD) unterstellt, und dem Institut für Fernerkundung und Beobachtung der Wälder Zentralafrikas (OSFAC).

Durch das Projekt wird der Wissenstransfer zwischen nationalen und internationalen Institutionen unterstützt, sowie die Weiterbildung technischer Fachkräfte durch die Vergabe von Stipendien für Studenten im Bereich Forstwirtschaft und Umweltschutz gefördert. Regelmäßige Workshops dienen dem Informationsaustausch, auch mit der im Projektgebiet ortsansässigen Bevölkerung.

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